Amphibienschutz im Mainbachtal
Schutzzaun für Kröten, Frösche und Molche

Die Stadt Schwabach, die Gemeinde Rednitzhembach, die beiden BN-Kreisverbände Schwabach und Roth sowie der Landschaftspflegeverband haben im März 2007 im Mainbachtal einen fast 1,5 km langen Zaun zum Schutz einer für die Region bedeutenden Amphibienpopulation errichtet.

Dort, wo Schwabach, Rednitzhembach und Büchenbach ihre gemeinsame Grenze finden, gibt es nach Auskunft vom Bund Naturschutz mit die größten Amphibienbestände in der Region. Neben zahllosen Erdkröten finden sich hier viele Grasfrösche, Teichfrösche, Wasserfrösche sowie Berg- und Teichmolche. Auch die seltene Knoblauchkröte ist hier anzutreffen.

Im Bild: Almut Churavy, die Vorsitzende des Schwabacher Bund Naturschutzes, präsentiert in ihrer Hand ein Pärchen der Erdkröte.

Die Amphibien leben die meiste Zeit ihres Lebens weit abseits vom Wasser. Zum Laichen kehren die Weibchen jedoch jedes Jahr an den Ort ihrer Geburt zurück, in diesem Fall der Mühlweiher im Mainbachtal im Süden Schwabachs. Um den Weiher zu erreichen, müssen die Amphibien jedoch eine viel befahrene Straße überqueren. Ohne die aktive Hilfe durch den Menschen würden viele Tiere diesen beschwerlichen Weg jedoch nicht erfolgreich meistern können.

Bereits seit Mitte der 80iger Jahre kümmern sich daher Monika und Horst Ziegenmeyer sowie Helfer des Bund Naturschutzes alljährlich um Kröten & Co. In der jährlichen Wanderzeit von Mitte März bis Ende April haben die Ehrenamtlichen jeweils am Morgen und abends die Kröten eingesammelt und mit der Hand über die Straße getragen. Dank dieses Engagements ist die Population im Laufe der Zeit immer größer geworden. Über 3000 Tieren wurde auf diese Art im Jahr 2006 geholfen. Auf Grund der stetig wachsenden Anzahl waren die "Krötenfreunde" jedoch nicht mehr in der Lage alle Tiere einzeln mit der Hand aufzulesen und über die Straße zu bringen.

Hilfe in dieser Situation brachte hier der im zeitigen Frühjahr 2007 errichtete Schutzzaun, der auf beiden Seiten der Straße entlang angebracht wurde und für die Amphibien ein unüberwindliches Hindernis ist. Im Abstand von etwa 20 Metern sind Eimer in den Boden eingelassen, in die die Tiere auf der Suche nach einer Lücke hineinfallen und somit nicht mehr einzeln aufgesammelt werden müssen.
Koordiniert von Andreas Barthel, dem Geschäftsführer des Schwabacher Landschaftspflegeverbandes, haben sich die Stadt Schwabach, die Gemeinde Rednitzhembach, sowie die BN-Kreisverbände von Schwabach und Roth zusammengeschlossen und den Bau des Zaunes ermöglicht. Mit Hilfe von 70 % Förderung aus München und der Europäischen Union konnten gemeinsam die Kosten von 18.000 € aufgebracht werden.

Im Bild zu sehen sind die Vertreter der verschiedenen Kommunen und Verbände sowie die ehrenamtlich aktiven Krötenfreunde Monika und Horst Ziegenmeyer anlässlich der Einweihung des Schutzzaunes.

Haben Sie fragen zur Aktion?

Herr Barthel hilft Ihnen gerne weiter:

Landschaftspflegeverband Schwabach, Andreas Barthel
Albrecht-Achilles-Straße 6/8
91126 Schwabach
Tel.: 09122 860-340
Fax: 09122 860-350
E-Mail: Andreas.Barthel@schwabach.de