Stadtportal Schwabach

Stadt Schwabach (von links): Daniela Heil (Sparkassenstiftung Roth-Schwabach), Preisträgerin Anja Callam, Bürgermeister Dr. Roland Oeser und Sandra Hoffmann-Rivero (Kulturamtsleiterin und Projektleiterin ortung X) bei der Preisverleihung im Rahmen der ortung-Vernissage.

Der Kunstpreis der Stadt Schwabach 2017 im Rahmen von ortung X geht an Anja Callam. Sie überzeugte die Jury der zehnten Schwabacher Kunstbiennale mit dem Werk „Eldorado“ aus der zweiteiligen Installation „GOLD INSIDE – open minds to open doors, part I: TRANSITION & part II: ELDORADO“. Eldorado ist auf einer Insel in der Schwabach in der Nähe der Wöhrwiese zu sehen. „Ihr Werk hat die Jury überzeugt aufgrund seiner inhaltlichen Vielschichtigkeit, seiner elementaren Wucht, seiner formalen Stringenz sowie seines konzentrierten Ort- und Raumbezugs“, sagte Dr. Andrea Kluxen, Kulturreferentin des Bezirks Mittelfranken. Der Kunstpreis der Stadt Schwabach ist mit 5.000 Euro dotiert.

Den 10. Schwabacher Kunstpreis übergaben Bürgermeister Dr. Roland Oeser, Sandra Hoffmann-Rivero (Kulturamtsleiterin und Projektleiterin ortung X) und Daniela Heil (Sparkassenstiftung Roth-Schwabach) als Hauptförderer der ortung X und Förderer der ersten Stunde von ortung. 22 Künstlerinnen und Künstler bewarben sich um den Kunstpreis der Stadt Schwabach, den eine aus 11 Kunstfachleuten und Kunstschaffenden bestehende Jury vergab.

Über das Werk Eldorado
Eldorado ist nicht nur das sagenumwobene Goldland, sondern auch das zweite Werk von Anja Callam auf einer Insel in der Schwabach. Hier herrscht Unerreichbarkeit. Die halb geöffnete Tür aus rohem, verrostetem Eisen ist beschriftet mit „pass“ und „port“ für den Ausweis, der uns den Weg in die Welt und wieder zurück nach Hause ermöglichen soll. Etwas, das absolut keine Selbstverständlichkeit ist in dieser Welt – das Recht auf Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit gemäß Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist für viele unerreichbar. Die Freiheit als Luxus, als das wahre Gold unserer Zeit.

Vita
Anja Callam, geboren 1970 in Dresden, reiste 1981 mit der Familie in die damalige Bundesrepublik aus. 1990 bis 1993 lernte sie den Beruf der Theatermalerin. Es folgte ein Studium der Bühnen- und Kostümgestaltung am Mozarteum Salzburg bis 1999. Seitdem ist sie freischaffende Ausstatterin an deutschen Theatern und freischaffende Künstlerin. Seit 2004 arbeitet Anja Callam in ihrem Münchener Atelier an Objekten, Installationen und Environments. Seit 2009 Performances mit Musikern und Tänzern (Fluxus). An der Theaterakademie München ist sie seit 2014 Dozentin für Entwurfgestaltung.

Ausstellungen
2017: „20 Positionen“, GEDOK-Ausstellung, Tutzing/München
2015: „classic combines callam“, Einzelausstellung, Stadtteilkultur, München
2014: „metamorphosen“, Skulpturenpark, Garatshausen/Starnberg
2012: „Dauer und Zerbrechlichkeit“, RBK, Landsberg/Lech
2011: „Kunst im Kies“, Skulpturen-Parcours, Gräfelfing/München
seit 2009: Performances und Beteiligungen an Ausstellungen von BBK und GEDOK; zwei Preise für freies Theater (2004 Dortmund, 2005 Köln)

Über ortung X
Schwabach lädt von 5. bis 20. August zur zehnten ortung ein - ein großes kulturelles Jubiläum im ohnehin ereignisreichen Schwabacher Jubiläumsjahr 2017. Mittlerweile ist das Kunstfest eine feste Größe der regionalen und überregionalen Szene und ein unvorbeigehbares Ereignis in Schwabach. Denn der Charme der ortung liegt in der Präsentation der Kunstwerke: öffentliche Plätze, Hauswände, Keller, Gewölbe, Grünflächen, Kirchen, Galerien oder private Speicher verwandeln sich für zwei Wochen in Ausstellungsorte. Auch für ortung X stellen, hängen, projizieren oder montieren über 20 Kunstschaffende ihre Arbeiten ins Stadtbild und öffnen so neue, überraschende und spannende Kunst-Perspektiven und -Räume.

ortung lädt alle ein, auf dem Kunstparcours auf Entdeckungsreise zu gehen und Werke #im Zeichen des Goldes aufzuspüren, zu diskutieren – und zu prämieren – denn ortung ist neben einer stadteinnehmenden und innovativen Ausstellung auch ein Kunstwettbewerb! Und neben dem Kunstpreis wählen die Besucher ihre Favoriten für den Publikumspreis aus.

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