Tipps gegen Nässe, Schimmel und Co

Eigentlich ist der Zusammenhang ganz einfach: warme Luft kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, kalte Luft im Vergleich dazu sehr viel wenig.

Kühlt warme Luft langsam ab, entsteht in kalten Ecken und Wärmebrücken Kondeswasser. Die Feuchtigkeit bildet den Nährboden für Schimmel - Sichtbaren und Unsichtbaren. Klingt nicht weiter kompliziert aber wird im Alltag sehr häufig vergessen, daher folgende Tipps:

Tipp 1: Falsches Heizen macht das Bad zur Naßzelle

Wenn Sie das Badezimmer nur kurz heizen sparen Sie Energie und die Raumluft erwärmt sich schnell - doch die Wände bleiben kühl. Nach dem Ausschalten der Heizung sinkt die Temperatur im Raum, Folge: an den Wänden verflüssigt sich Wasserdampf, das Bad wird und bleibt feucht. Deshalb hier besonders gründlich lüften (mehrmals am Tag Fenster weit öffnen).

Tipp 2: Frische Luft gegen Schimmel und Feuchte

Ständiges Lüften über Kippfenster kühlt Wände zu stark aus, besonders rund ums Fenster. Feuchtigkeit aus der warmen Raumluft schlägt sich nieder, da sich diese beim Weg ins Freie dort abkühlt - Schimmel bildet sich. Öffnen Sie lieber das Fester alle zwei Stunden für zehn Minuten weit. Sie haben dann 100 Prozent Frischluft im Raum. Schließen Sie aber bitte vorher das Thermostatventil.

Tipp 3: Feuchte Keller trocknen

Lüften Sie immer dann, wenn die Außenluft kälter ist als die Kellerluft und -wände (meist um 10 Grad), sonst kühlt die warme Außenluft an den Wänden ab, Kondenswasser fällt an. Der Keller wird nicht trockener sondern feuchter. Lüften sie also den Keller nie im Sommer, das Ergebnis wäre fatal!!!

Tipp 4: Sind Ihre Außenwände nicht oder nicht ausreichend gedämmt, besteht besonders an kalten Außenwänden hinter Möbeln, Bildern, Wandteppichen, Tüchern usw. Schimmelgefahr

Normale Wohnfeuchtigkeit kriecht durch alle Ritzen bis zur kühlen Wand. Die Luft gibt beim Abkühlen Feuchtigkeit ab und die Wand wird feucht, ideale Voraussetzungen für Schimmel. Abhilfe: Möbel wegrücken, hinter Bilder einen Korken (schimmelt nicht) klemmen, Blenden von Einbauschränken mit Lüftungsgittern versehen, damit die Luft zirkulieren kann. Bildet sich trotzdem einmal Schimmel, dann ist er immer ein sicheres Zeichen für eine Wärmebrücke, durch die die Kälte ins Haus kriecht. Wenn auch perfekte Lüftungsintervalle nichts mehr nützen, ist die einzige dauerhafte Abhilfe eine Isolierung der Außenwände oder eine mechanische Lüftungsanlage.

Haben Sie noch Fragen hierzu?

Herr Dr. Baedeker hilft Ihnen gerne weiter:

Dr. Harald Baedeker
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