Veranstaltung
Veranstaltung Faszination Henselt
Samstag, 5. Februar 2011, 19 Uhr
Bürgerhaus Schwabach, Königsplatz 33 a
Adolph von Henselt (1814-1889), der in Schwabach geborene Klaviervirtuose, Komponist und Klavierpädagoge, steht mit seiner Musik und seinen autographischen Zeugnissen im Mittelpunkt dieses Henselt-Abends. Im Rahmen dieser Veranstaltung berichtet der Autor Gebhard Kindl über die Entstehungsgeschichte seines Buches „Adolph von Henselts Briefe“. Gemeinsam mit seiner Frau Ursula Kindl hat er mehr als 350, im Henselt-Archiv des Stadtmuseums Schwabach gesammelte Henselt-Briefe aus der alten Deutschen Schrift übertragen und ein Werk geschaffen, das in authentischen Zeugnissen die verschiedenen Facetten der bemerkenswerten Persönlichkeit Henselts zum Ausdruck bringt. Es musiziert das „Rosenholz Trio“, Konstanze Holzapfel (Violine), Heidrun Rosenberger (Violoncello) und Felix Rosenberger (Klavier). Auf dem Programm stehen Henselts Trio für Klavier, Violine und Violoncello in a-Moll und das Duo für Klavier und Violoncello in h-Moll. Die literarische Gestaltung übernimmt die bekannte Erzählerin und Rezitatorin Ulla Konold aus Nürnberg.
Eintritt: 8 €
Kartenvorverkauf: BürgerBüro (Rathaus), Königsplatz 1, 91126 Schwabach, Tel. 09122 860-490
Veranstalter: Stiftung Bildung & Kunst in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Schwabach

Neue Publikation


Kindl, Gebhard:
Adolph von Henselts Briefe. Erstausgabe des im Henselt-Archiv des Stadtmuseums Schwabachach gesammelten Briefwechsels von Adolph und Rosalie von Henselt. Transliteriert von Gebhard und Ursula Kindl.
Schwabach: Stadtmuseum, 2010.
(Schriftenreihe des Stadtmuseums Schwabach Bd. VIII).
673 S. m. Abb.

Nach seinem ersten Buch „Adolph von Henselts Memoiren“, Schwabach 2007, erschienen in der Schriftenreihe des Stadtmuseums Schwabach Band VII, hat Herr Gebhard Kindl ein weiteres Buch mit dem Titel „Adolph von Henselts Briefe“ in der Schriftenreihe des Stadtmuseums Schwabach Band VIII am 05.11.2010 veröffentlicht. In den vergangenen 2 Jahren haben er und seine Frau Ursula von den im Henselt-Archiv gesammelten 371 Briefen über 300 Henselt-Briefe von der „Deutschen Schrift“ in die heutige Druckschrift übertragen und alle vorhandenen Briefe chronologisch gereiht. Dieses 676 Seiten umfassende Buch mit einem ausführlichen Personenregister spiegelt eindrucksvoll das faszinierende Leben des in Schwabach geborenen Klaviervirtuosen, Komponisten und Klavierpädagogen Adolph von Henselt wider.

Das Buch ist in den Schwabacher Buchhandlungen „Kreutzer“ und „Lesezeichen“ sowie über das Stadtmuseum Schwabach zum Preis von 24,80 € erhältlich. Der Verkauf dient einem gemeinnützigen Zweck, denn der Erlös kommt ausschließlich dem Förderverein Stadtmuseum Schwabach zugute.


Abbildung Buchcover

Henselt-Website
Gillian Davis, die Witwe unseres 2008 verstorbenen Ehrenvorsitzenden Richard Beattie Davis hat unter http://www.henseltsociety.org Internetseiten zu Adolph von Henselt veröffentlicht. Dabei dürfen wir vor allem hinweisen auf das von ihm bis 2004 erarbeitete umfassende Verzeichnis Henseltscher Werke, eingeteilt in Kompositionen Henselts, Henseltwerke für zwei Klaviere sowie Bearbeitungen und Transkriptionen Henselts von Werken anderer Komponisten. Interessant ist auch ein Verzeichnis mit Verknüpfungen u.a. zu Verlagen, die Henseltwerke veröffentlich haben oder zu Bibliotheken, in denen solche Werke zu finden sind bzw. im Kontext zu den Forschungen von Richard Beattie Davis stehen.

Erwerb zweier Originalbriefe von Adolph von Henselt
Durch eine großzügige Spende der Bürgerstiftung Schwabach war es der Internationalen Adolph-Henselt-Gesellschaft möglich, antiquarisch zwei Originalbriefe von Henselt für das Stadtmuseum Schwabach zu erwerben.

Den einen 8 Seiten langen Brief hat Henselt am 06./17. Januar 1855 aus St. Petersburg an einen befreundeten Musiker (vermutlich Carl Banck) geschrieben, in dem er u. a. über Änderungen in einem seiner Klavierwerke spricht, das beim Verlag Schlesinger in Berlin erscheinen soll.

Den anderen, ebenfalls 8 Seiten umfassenden Brief hat Henselt am 08./20. April 1865 aus St. Petersburg an seinen Freund, den Geheimen Hofrat und Vorstand eines Konzertinstituts Karl Gille (1813-1899), geschrieben. Henselt erinnert u. a. an gemeinsame Bekannte aus vergangenen Zeiten und kündigt seinen Besuch in Jena an, sobald er im Juni auf seinem Rittergut in Gersdorf den Sommerurlaub verbringt.

Die beiden Originalbriefe sollen voraussichtlich zum Bürgerfest 2009 den Schwabacher Bürgern vorgestellt werden.

Unser Dank gilt den Damen und Herren der Internationalen Adolph-Henselt-Gesellschaft und insbesondere der Bürgerstiftung Schwabach, die diese große Bereicherung für unser Henselt-Archiv im Stadtmuseum Schwabach ermöglicht haben.