Erfahrungsberichte
des Freiwillgen sozialen Jahres in der Kultur

Bericht von Elena Jäckle FSJ 2013/2014

Mein FSJ Kultur von A-Z

Aller Anfang ist schwer: es hat eine Weile gedauert, bis ich mich hier eingelebt hatte und mich an die neuen Arbeitszeiten gewöhnt hatte.

Bildungstage: neben den Seminaren gibt es noch drei freie Bildungstage, die man durch Workshops und Hospitanztage bei anderen FSJlern ableistet. Ich war bei dem Workshop „Effektive Kommunikation“, der richtig interessant war und sehr viel Spaß gemacht hat.

Computer: daran habe ich wohl die meiste Zeit meines FSJs verbracht. Zum einen, weil ein Großteil der Arbeit am Computer stattfindet, z. B.: Plakate/Flyer entwerfen, Homepage aktualisieren; zum anderen, weil die Computer des Öfteren ihren eigenen Willen haben…

Danke sagen möchte ich bei der Musikschule dafür, dass ich dieses Jahr hier verbringen durfte!

Eigenständiges Arbeiten: seinen Tag und seine Woche komplett selber zu strukturieren, das kennt man aus der Schule kaum. In dem FSJ ist es sehr wichtig, sich selber zu organisieren und mit der Zeit klappt das auch immer besser.

Fotos: Von möglichst allen Veranstaltungen sollte es wenigstens ein Foto geben, das dann auf die Homepage kommt.

Hospitieren: In meinem Jahr durfte ich auch im Musikunterricht hospitieren, ich war zum Beispiel regelmäßig in den Sing- und Streicherklassen der Luitpoldschule und konnte dort sogar kleine Unterrichtseinheiten selber halten mit Hilfe der Lehrkraft.

Kopieren: als FSJler ist man derjenige in der Musikschule, der am meisten kopiert, zum Beispiel Flyer und Plakate, Programme, Anmeldungen,…

Lehrer: das sind die netten Menschen, die in der Musikschule arbeiten und die mich so freundlich hier aufgenommen haben (dazu gehören selbstverständlich auch die Sekretärinnen!)

Musik: In meiner Einsatzstelle, der Musikschule Schwabach, hatte ich natürlich auch damit zu tun, allein schon, weil es nachmittags aus allen Räumen klingt.

Open Air: das Wetter nahm dieses Jahr das Motto des Musikschulopenairs "Irland" leider etwas zu wörtlich...

Projekt:Mein Projekt war die Organisation eines Kooperationsprojekts der Musikschulen Schwabach, Bayreuth und Kulmbach. Die Schwabacher Streicherkids, das Vororchester Bayreuth und das Streichensemble Kulmbach trafen sich in der Jugendherberge Wunsiedel, um gemeinsam zu musizieren und ein gemeinsames Konzert in der Musikschule Bayreuth zu geben.
Der Höhepunkt und zugleich Abschluss des Konzertes und des Wochenendes war die mit allen drei Orchestern gemeinsam aufgeführte Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, bei der alle über sich hinauswuchsen und feststand, dass sich das Projekt auf jeden Fall gelohnt hatte.

Seminare: 4 davon gehören zu dem FSJ Kultur und jedes ist ein Erlebnis für sich. Gemeinsam mit anderen FSJ-Kulturlern besucht man verschiedene Workshops, tauscht sich aus und lernt dabei auch einiges über sich und die Welt.

Telefonieren: darum kommt man nicht herum, sei es, weil ein Lehrer krank ist und man die Schüler absagt oder weil man von einer Veranstaltung Fotos haben möchte…

Veranstaltungen: Als FSJler ist man bei vielen Veranstaltungen involviert, man schreibt die Programme, macht Flyer und Plakate, macht Fotos und stellt danach einen Bericht auf die Homepage.

Zum Schluss kann ich sagen, dass das FSJ mich sehr viel weiter gebracht hat und dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat.

Bericht Marcel Doudieh FSJ 2012/2013

Abitur geschafft! Erst mal durchatmen. Man hat ja jetzt Zeit- und wofür nutzt man diese? Richtig! – Zum Zeitunglesen.

Durch eine kleine Annonce in der Tageszeitung bin ich auf das FSJ-Kultur gestoßen, habe mich beworben und bin prompt in der Adolph von Henselt Musikschule Schwabach genommen worden.

Eine Musikschule hatte für mich neben meinem allgemeinen großen Interesse an Musik zudem den Anreiz mich im Veranstaltungsbereich auszuprobieren und auszuleben.
Zunächst einmal musste ich mich aber in meine Aufgaben einarbeiten. Ich habe eine Schulung zur Betreuung der Homepage erhalten und nach der langen Sommerpause dort auch einiges aktualisiert und geändert. Außerdem habe ich die Pinnwände gepflegt, Plakate gedruckt, Programme bearbeitet und vieles vieles mehr.

Die Gelegenheit zumindest einmal wöchentlich in einer Unterrichtseinheit dabei zu sein wollte ich mir nicht entgehen lassen und ich entschied mich die Singklasse der Luitpoldschule regelmäßig zu besuchen. Dort durfte ich dann mit der Zeit sogar mit der EMP- Lehrkraft zusammen den Unterricht gestalten.

Die nächste Etappe in meinem FSJ-Jahr war die Planung, Organisation und Durchführung eines eigenen Projektes. In meinem Fall war das ein Band-Konzert von und für Jugendliche mit dem Titel „BandStorming“.

Im Frühjahr 2013 durfte ich dann nochmals eine Veranstaltung selbständig organisieren und durchführen, nämlich die Vertretung der Musikschule beim Schwabacher Seniorentag.

Langsam aber sicher neigte sich das Jahr dann auch schon dem Ende zu. Das Musikschul Open Air 2013 war ein schöner musikalischer Höhepunkt und bildete fast schon den Abschluss meiner Tätigkeit an der Musikschule Schwabach.
Vor allem habe ich in dem Jahr gelernt, was es heißt konzentriert und strukturiert zu arbeiten. Ich musste außerdem des Öfteren feststellen, dass es ohne effektive Kommunikation schwer ist eine komplexe Einrichtung wie die Musikschule mit dem nötigen kulturellen Leben zu füllen.
Was in der Musikschule Schwabach auch dank des regen Austauschs der Lehrkräfte untereinander aber erstaunlich gut funktioniert. Genau für diese Offenheit und Menschlichkeit möchte ich mich beim kompletten Team der Musikschule bedanken.

Auch nach dem Treffen und Plaudern mit anderen FSJlern kam ich zu dem Schluss, dass ein kulturelles Jahr, sei es im Theater, im Medienzentrum oder in der Musikschule, für den eigenen Werdegang wahnsinnig bereichernd sein kann.

Bericht von Silvia Kalb FSJ 2011/2012

Mein FSJ. Das fantastische und spannende Jahr in der Adolph von Henselt Musikschule Schwabach oder auch freiwilliges soziales Jahr in der Kultur.

Mai 2011:
Nach der Bewerbung bei der BAG Spielemobile e.V., dem Träger des FSJ Kultur, wurde ich zum Vorstellungsgespräch nach Schwabach eingeladen. Ein paar Wochen später wurde mir mitgeteilt, dass ich die neue FSJlerin an der Musikschule sein werde.

September 2011:
Voller Spannung und vieler Erwartungen startet mein freiwilliges soziales Jahr an der Adolph von Henselt Musikschule in Schwabach.
Bürokram (Anmeldungen eintippen), Lehrer kennenlernen, Unterrichtshospitationen und ein allgemeines Hineinschnuppern in den Musikschulalltag standen auf dem Programm.

Nach einigen Wochen, nachdem ich auch endlich einen Computerzugang etc. bekommen habe, gewöhnte ich mich langsam an die alltägliche Fahrt mit der S-Bahn nach Schwabach und den etwas längeren Arbeitstag (anders als noch in der Schule).

Ich durfte bei vielen Konzerten (selbst)mitwirken, versuchte mich bei diesen als Fotografin, schrieb die Konzertprogramme, half beim Materialtransport, gestaltete Plakate und Flyer und kümmerte mich um die Öffentlichkeitsarbeit.

Ich habe die Homepage der Musikschule neu strukturiert und aktualisiert und versucht die Bürger Schwabachs immer aktuell über die vielen, vielen Geschehnisse in der Musikschule zu informieren.

In dem Jahr besuchte ich den Musicalchor, das Blockflötenensemble, das Querflötenensemble, die Streicherklasse in der Luitpoldschule und die Bandklasse in der Karl-Dehm-Schule und durfte viele talentierte und musikbegeisterte Kinder und Erwachsene kennenlernen.

Besonders gefreut hat mich die gute Zusammenarbeit mit all meinen liebgewonnenen Kollegen und Kolleginnen, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen und mit denen ich viele wunderschöne Konzerte erleben durfte.

Die vier Bildungsseminare, die von der BAG Spielemobile e.V. veranstaltet werden, waren eine willkommene Abwechslungin im Arbeitsalltag. In verschiedenen Workshops konnte ich ein selbstgeschriebenes Musical aufführen, mir meinen eigenen Sessel bauen und meine Persönlichkeit weiterentwickeln (so wie auch im Rest des Jahres).

Mein Fazit:
Ein fantastisches und spannendes Jahr an der Musikschule. Ich konnte ganz viele Erfahrungen sammeln, vor allem in der Organisation und Planung von großen Veranstaltungen, habe viele neue Leute und vor allem große Musiker kennengelernt und durfte mit ihnen zusammen Musik machen.
Außerdem lernt man in den stressigen und anstrengenden Phasen der Arbeit auch seine Grenzen kennen und sich selber besser einzuschätzen.
Ein Jahr voller neuer Eindrücke und Erlebnisse, die es jetzt zu nutzen gilt.

Zum Abschied sage ich DANKE an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Musikschule für die gute Zusammenarbeit und wünsche euch alles Gute für die Zukunft.

Bericht von Alexander Teschauer FSJ 2010/2011

Ein FSJ Kultur, also ein freiwilliges soziales Jahr im Kulturbereich, ist schon etwas ganz Besonderes. Ich selbst als hochaktiver Gitarrist kannte mich natürlich schon ein wenig im Hintergrundgeschehen des kulturellen Lebens aus, doch wie genau ein größerer Betrieb in dieser Sparte funktioniert, wollte ich dann doch mal etwas genauer wissen.

So kam ich nach den Bewerbungsgesprächen an die Adolph von Henselt Musikschule der Stadt Schwabach. Als Musiker war das ideal für mich und ich freute mich auf ein schönes Jahr (was ich auch hatte) mit viel Musik und vielen neuen Gesichtern.
Da ich der erste FSJler an der Musikschule war, musste sich natürlich auch erst einmal das eingespielte Kollegium an mich gewöhnen, da ich einfach auch fast ständig präsent war. Im Großen und Ganzen hat das aber nicht lange gedauert und ich war dann auch schnell aktiver Bestandteil der Belegschaft.

Mein Zuständigkeitsbereich umfasste hauptsächlich die Öffentlichkeitsarbeit. Hierbei habe ich die Musikschulplakate, -flyer und Programmhefte verwaltet, die Musikschulhomepage aktualisiert, zwei Exkursion geplant und einen Informationsstand beim Schwabacher Seniorentag eigenhändig zum Laufen gebracht.
Zudem hatte ich auch die, für mich besonders interessante, Möglichkeit mich musikalisch einzubringen. Ich habe bei Unterrichten assistiert (Gitarren-, Percussiongruppen und Streicherklasse), bei den Streicherkids die Klavierbegleitung übernommen und im neugegründeten Jazzensemble mitgespielt.
Bei Konzerten habe ich mich meist um den Bühnenumbau und das Stimmen von Instrumenten gekümmert.

Als FSJler gehört es auch dazu ein eigenes Projekt zu planen und durchzuführen. Für mich sah das ein wenig anders aus. Marion Sindel, die sich normalerweise fürsorglichst um das Faschingskonzert kümmerte, war dieses Jahr leider verhindert, weshalb jemand anderes die Organisation übernehmen musste. Tobias Kalisch und ich übernahmen somit die Aufgabe für diese Veranstaltung. Glücklicherweise hatte Marion Sindel schon sehr viel Vorarbeit geleistet und wichtige Dinge, wie Regieplan und Moderationstexte, sowie das Konzept vorausgelegt. Hauptaufgabe war damit die Umsetzung.
Speziell habe ich ein paar kleine Shownummern mit Musikschülern einstudieren dürfen. Diese Nummern wurden dann parallel zu Stücken, die andere Musikschüler aufgeführt haben, vorgetragen.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich wirklich sehr viel über eine kulturelle Einrichtung lernen durfte und dabei auch noch sehr viel Spaß hatte. Die vier, unter dem Jahr stattfindenden, Seminare, bei denen alle FSJler aus ganz Bayern zusammenkommen und Workshops besuchen, waren zudem immer schöne Erlebnisse, aus denen ich viele schöne Erinnerungen mitgenommen habe.

Wer sich kulturell engagieren möchte und zudem Interesse an dieser Arbeit hat, dem kann ich ein FSJ Kultur nur wärmstens empfehlen. Es wird sich bestimmt lohnen!