Was gibt es Erfüllenderes im Leben eines Menschen als eine gut funktionierende, lebendige Partnerschaft? Und das gilt auch für die Bürgerinnen und Bürger einer Stadt. Die Schwabacherinnen und Schwabacher erleben diese Bereicherung gleich in dreifacher Hinsicht. Les Sables d′Olonne an der französischen Atlantikküste, Kemer an der türkischen Riviera und Kalambaka am Fuße der griechischen Meteora-Klöster haben sich in partnerschaftlich-bereichender Weise mit Schwabach verbunden.
Im Jahr 1975, also vor mittlerweile gut 30 Jahre, wurde die Partnerschaft zwischen den Städten Les Sables und Schwabach besiegelt. Die Freundschaft zwischen den zwei Städten hat sich weiterentwickelt zu einem festen Fundament der Verbundenheit. Und das ist gut so. Denn die zeigt auch, dass die Initiatoren der Partnerschaft, Doris Michon aus Les Sables und Arno Guder aus Schwabach, recht getan haben mit ihrem Engagement.
Die Feuerwehr, etliche Schulen und Sportvereine sind von Anbeginn an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen. Eine „Frau der ersten Stunde“ ist ebenso die Schwabacherin Lilo Schmauser, seit Jahren Vorsitzende des Partnerschaftskomitees. Dass im vergangenen Jahr in Les Sables das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft und heuer in Schwabach dieses Jubiläum würdig gefeiert werden kann, ist in hohem Maße auch ihr Verdienst.
Im Blickpunkt des Jubiläums der engen Beziehungen Schwabachs zu Les Sables steht überdies ein ganz besonderes Engagement: Im Jahr 1985 haben die beiden Städte eine Patenschaft für die von der katholischen Mission getragene Landwirtschaftsschule in Gossas im Senegal übernommen. In den gut 20 Jahren sind rund 100 000 Euro von der Schwabacher Bevölkerung dafür gestiftet worden, die segensreiche Arbeit der Missionsstation zu fördern. Helmut Keller und Dorothea Hofschuster sind es in Schwabach, die sich besonders engagiert der Verantwortung für die Missionsstation in Afrika stellen.
Stefan Kosmann
Stadtratspfleger für Städtepartnerschaften