Schwabach - eine klassische Wohlfühlstadt? Nicht zu klein, nicht zu groß, mit einem guten sozialen Klima und praktisch zwischen Metropole und ländlichem Erholungsraum gelegen. So oder so ähnlich äußern sich viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch Journalisten von auswärts, die die Stadt besuchen.
Aber wie sehen das eigentlich diejenigen, die im Umland von Schwabach wohnen? Nehmen sie die Vorzüge Schwabachs wahr oder richten sie ihr Augenmerk ganz nach Nürnberg? Und was zieht sie - wenn sie denn kommen - in die Goldschlägerstadt?
Zu diesem Zweck hat die Stadt im letzten Jahr vom Pragmainstitut aus Bamberg eine Umfrage durchführen lassen. Das Gebiet umfasste in etwa den alten Landkreis Schwabach, betraf daher von den südlichen Nürnberger Gemeinden bis Heilsbronn im Westen, im Süden und im Osten.
Schwabachs hat das Image als „Goldschlägerstadt“. Ebenso wenig erstaunlich war, dass die Stadt bei den „weichen“ Standortfaktoren mehr punktet als bei den „harten“. Wahrgenommen wird vor allem das schöne Stadtbild, die niedrige Kriminalität, die Sauberkeit und Traditionsverbundenheit. Weniger positiv werden Faktoren wie Modernität, die Möglichkeit Arbeitsplätze nach dem Schulabschluss zu erlangen sowie die Parkplatz- und Verkehrssituation bewertet.
Über viele Aktivitäten in Schwabach dringt jedoch zu wenig heraus. Gründe werden vor allem in der Kreisfreiheit der Stadt und der Medienlandschaft gesehen - in der regionalen Presse und im Umland wird über die Stadt wenig berichtet. Auch kulturelle Veranstaltungen werden zu wenig im Umland wahr genommen, nicht einmal das Bürgerfest lässt mehr als ein Viertel der Umlandbewohner nach Schwabach strömen.
Die Verbundenheit mit Schwabach ist bei älteren Umlandbewohnern sehr wohl vorhanden, bei jüngeren und den ins Umland Zugezogenen hat sie sich aber kaum noch entwickelt. Erschreckend: 61 Prozent derjenigen, die sich nicht bei der Umfrage äußern wollten, gaben an, Schwabach zu wenig zu kennen! Will man das ändern und versuchen, Schwabachs Vorzüge bekannter zu machen sowie eine wichtigere Rolle für das Umland zu spielen, muss man aktiv werden - in mehreren Richtungen.
Die gesame Studie findet sich unter folgendem Download:
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