Goldschläger in Schwabach

Aufgrund einer sehr restriktiven Handwerksordnung in Nürnberg wanderten die ersten Goldschläger im 16. Jahrhundert nach Schwabach ab. Hier fanden sie ideale Voraussetzungen für ihr Handwerk.

Denn für die Herstellung von Blattgold wird ein relativ trockenes Klima benötigt, das in Schwabach durch seine Kessellage und seinen sandigen Untergrund gegeben ist. Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte das Handwerk seine Blüte in Schwabach. In rund 130 Betrieben waren bis zu 1200 Personen beschäftigt.

Die Situation heute

Heute existieren in Schwabach noch sechs Goldschlägerwerkstätten. Diese Dichte an Goldschlägerwerkstätten ist europaweit einzigartig. Während das Gold im Mittelalter aus Goldkronach bezogen wurde, wird es heute weltweit eingekauft.

Goldbeschneiderinnen

In den 1920er Jahren waren sehr viele Frauen als Goldbeschneiderinnen in den Goldschlägerwerkstätten beschäftigt.

Die Fahne der weltweit einzigen Goldschläger-Innung