Was nimmt der Recyclinghof?

Seit 1991 gibt es ihn, den städtischen Recyclinghof. Relativ zentral an der Kreuzung zum Eichwasen gelegen, wird er im Auftrag der Stadt von der Firma Bonn betrieben. Wie der Name schon sagt, können dort Privathaushalte und Gewerbetreibende in haushaltsüblichen Mengen alle Abfälle anliefern, die verwertet werden können - oder andere Leute noch gebrauchen können. Für Restmüll gibt es lediglich städtische Müllsäcke zu kaufen, die bei der Leerung der Restmülltonne mitgenommen werden.

Nicht immer umsonst

Zu unterscheiden sind Sperrmüll, Bau- und Renovierungsabfälle, sonstige Wertstoffe und Problemmüll. Nicht alles wird am Recyclinghof kostenlos angenommen. Insbesondere Holzabfälle wie Fenster, Türen oder Gartenzäune verursachen erhebliche Verwertungskosten. Da solche Bauabfälle nicht jeder produziert, wird hierfür im Sinne der Gebührengerechtigkeit ein Entgelt erhoben. Für alle Anlieferer sind außerdem kostenpflichtig: Kunststoff-Stoßstangen, Windschutzscheiben, Verbundglas, Drahtglas und Glasbausteine.

Kostenregelung für´s Gewerbe

Für bestimmte Abfälle, die nur im Gewerbe anfallen oder hier in größeren, nicht haushaltsüblichen Mengen, zum Beispiel Transportverpackungen ohne Grünen Punkt, Papier, fünf Schreibtische oder acht Computer, muss nach Gewicht oder Anzahl bezahlt werden.

Ein Bürger füllt Korken in Sammelbehälter am Recyclinghof
Am Recyclinghof werden auch Flaschenkorken und saubere Korkplatten angenommen. Daraus werden zum Beispiel Dämmstoffe hergestellt.

Viele sonstige Wertstoffe

Kostenlos angenommen werden insbesondere: alle Verpackungen mit dem Grünen Punkt, Eisenmetalle jeglicher Art, Aluminium, Kupfer, Blei, Messing, Fett, Speiseöl, Kork, Flachglas, Spiegel, kleinere Haushaltsgeräte, CDs, verwertbare Kunststoffe ohne Grünen Punkt (telefonisch nachfragen) und Gartenabfälle (bis 2 Kubikmeter).

Problemmüll begrenzt

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften werden nur feste Problemabfälle angenommen, also keine Farben, Holzschutzmittel oder Chemikalien. Mengenmäßig relevant sind vor allem Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Auch hier gilt: haushaltsübliche Mengen sind kostenlos.

Sperrmüll: Anlieferung umsonst

Wie bisher kann Sperrmüll selbst zum Recyclinghof transportiert werden. Die Abgabe ist kostenlos, um einer illegalen Entsorgung in der freien Natur vorzubeugen. Vereinfacht ausgedrückt zählen zum Sperrmüll alle bewegbaren Teile eines Haushaltes, die wegen ihrer Sperrigkeit nicht in die Restmülltonne passen. Einige Beispiele: Möbel, Matratzen, Elektro- und Elektronikgeräte, Läufer und Brücken, Öfen, Skier, Fahrräder, Kinderwägen, Staubsauger.

Nicht alles ist Sperrmüll

Einige Gegenstände gelten nicht als Sperrmüll:

  • Verpackungen
  • Abfälle die beim Renovieren anfallen, zum Beispiel Tapeten, Teppichböden, PVC-Beläge, verschmutzte Farbeimer und Folien
  • Alle mit der Bausubstanz eines Hauses verbundenen Teile wie Türen, Fenster, Fliesen, Holzböden, Holzdecken, Isoliermaterialien, Markisen oder Rollos
  • Nachtspeicheröfen
  • Autoreifen
  • Gartenzäune
  • Problemabfälle
  • Bauschutt

Für diese Abfälle gelten folgende Entsorgungswege:

  • Verwertbares wie Holz oder Metalle entweder über den Recyclinghof oder einen privaten Verwerter.
  • Nicht verwertbare Materialien, zum Beispiel Tapeten und Bodenbeläge, müssen in städtische Müllbehälter (Tonnen oder Restmüllsäcke) eingefüllt oder direkt beim Entsorgungs-Zentrum-Schwabach (EZS, bei Neuses) angeliefert werden.
  • Mörtelreste, Fliesenbruch, Glaswolle ohne Kaschierungen, Waschbecken oder Toiletten (ohne Deckel) können als rein keramische oder mineralische Abfälle auch über die Bauschuttdeponie Nachtrab (neben EZS) entsorgt werden.