Schreibweise deutscher Fahrzeugscheine beanstandet

Nicht zulässig, aber trotzdem Strafzahlungen erhoben - Austausch kostenpflichtig

In den letzten Tagen wurde in der Presse berichtet, dass in Italien oder Frankreich Strafzahlungen von deutschen Autofahrern erhoben wurden, weil in den Fahrzeugpapieren das Kennzeichen des Fahrzeugs mit einem Bindestrich eingedruckt war
(Musterbeispiel: mit Bindestrich SC-AB100 oder ohne Bindestrich SC AB100), obwohl die Eurokennzeichen an den Fahrzeugen keinen Bindestrich mehr enthalten.

Die Schreibweise mit oder ohne Bindestrich unterliegt allein dem deutschen Recht, da jede Nation selbst über die Schreibweise in den Fahrzeugpapieren entscheidet. Eine Beanstandung durch ausländische Behörden ist daher nicht zulässig. Auch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung führt dazu aus, dass beide Schreibweisen nach wie vor gültig sind.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat zwischenzeitlich beim Auswärtigen Amt beantragt, dass nochmals alle EU- und EWR-Staaten dahingehend unterrichtet werden, dass beide Schreibweisen in den Fahrzeugpapieren gültig sind
und somit keine Beanstandungen im Ausland mehr erfolgen dürfen.

Wer trotzdem den Tausch seines Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung I) wünscht, auch wenn dies aus rechtlicher Sicht nicht veranlasst ist, so wird hierfür eine Gebühr in Höhe von 11,20 € erhoben.

Für den Fahrzeugscheintausch sind neben der Gebühr noch Fahrzeugschein und ein Ausweisdokument mitzubringen. Ein Tausch ist nur möglich, wenn das Fahrzeug eine noch gültige Hauptuntersuchung (TÜV) hat.