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Die fränkischen Königshöfe entlang der Rednitzlinie

Die Menschen im Rezat-/Regnitz-/Pegnitzraum sind verunsichert: Von Westen her strömen immer mehr fränkische Siedler und bewaffnete Truppen ein und besetzen Land für ihren König. Es handelt sich dabei offensichtlich um einen von oben gelenkten, straff durchgeplanten Prozess. Im Abstand von Tagesmärschen errichten die Neuankömmlinge Etappenstationen und nehmen das umliegende Land in Besitz. Staunend beobachten die Einheimischen, wie gut organisiert die Übernahme stattfindet.Kampfhandlungen wurden bisher nicht beobachtet.


Schnell finden die Franken Namen für ihre in Beschlag genommenen Gebiet, Flüsse und Ortschaften. So taufen sie ein Flüsschen, das von Westen her kommend in die Rednitz mündet, nach den hier lebenden Bauern, die vor anderthalb Jahrhunderten aus Schwaben hierher geflüchtet sind: Suap-aha. Sprachexperten fanden heraus: –aha ist die Bezeichnung für einen Fluss oder ein Gewässer.

Ganz in der Nähe der wenigen schwäbischen Bauernhöfe bauen die fränkischen Kolonisatoren mit erstaunlicher Geschwindigkeit eine Art Palisadendorf mit Wohnhäusern, Scheunen und einer außerhalb liegenden Kapelle (die einem derzeit recht populären fränkischen Heiligen namens Martin geweiht ist). Solche bewehrten Siedlungen werden neuesten Berichten nach von den Franken als Königshöfe bezeichnet. Wie der schwäbische Bauer Gunzo (28) vom gleichnamigen Hof an der Suapaha-Furt unserer Zeitung versichert, habe er allerdings noch keinen König dort gesehen. Offensichtlich soll die Benennung nur ausdrücken, dass das von der Palisadensiedlung aus kontrollierteUmland von nun an fränkisches Königsland, also Hoheitsgebiet der Krone ist.

Unter den schwäbischen Siedlern breitet sich mittlerweile die Angst aus, an die fremden Herren nun Abgaben entrichten zu müssen. In der Zwischenzeit haben auch bereits mehrere fränkische Bauern damit begonnen, im Bereich des neuen Königshofs Land zu roden. Gerüchten zufolge soll die neu entstehende Siedlung nach dem Fluss "Suapaha" genannt werden.

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