Stadtportal Schwabach

OB Matthias Thürauf und Autorin Dr. Sabine Weigand im Gespräch

Geschichte kurzweilig und kompetent zu vermitteln, ist – das wissen viele noch aus ihrer Schulzeit – ein Talent, das nicht jedem gegeben ist. Aber in Schwabach ist genau das die Domäne von Dr. Sabine Weigand, Historikerin und Bestseller-Autorin. Mit dieser von ihr verfassten, historisierenden Ausgabe des stadtblicks – einem eher ungewöhnlichen Format, um Rückblick auf 900 Jahre Stadtgeschichte zu halten – soll eine Brücke geschlagen werden zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart Schwabachs. Sie können sich auf dem folgenden Seiten durch die Artikel des (inzwischen vergriffenen) histo-stadtblicks klicken.

Warum Sabine Weigand sich auf dieses Experiment eingelassen hat und wie es zu der Idee kam, verrät sie im Gespräch mit Oberbürgermeister Matthias Thürauf und der (heutigen) stadtblick-Redaktion.

stadtblick (sb):
Frau Dr. Weigand, Sie sind promovierte Historikerin und mit historischen Romanen zur Bestseller-Autorin geworden. Es war also Neuland für Sie, Geschichte in journalistische Formen zu verpacken?

Sabine Weigand (SW):
Ja, das stimmt. Sonst hab ich mehr Zeilen zur Verfügung (lacht). Aber es hat Spaß gemacht.

sb:
Was war der Reiz für Sie, die Schwabacher Geschichte seit 1117 darzustellen?

SW:
Geschichte ist für viele meist lange her und weit weg. Diese Distanz wollte ich verringern, trockene Fakten zum  Leben erwecken. Den 30-jährigen Krieg haben die meisten irgendwann mal als Schulstoff gepaukt. Aber hängen geblieben ist dann oft nur, von wann bis wann er gedauert hat. Ihn in der eigenen Heimatstadt zu verorten, zu zeigen, was er für die hiesige Bevölkerung bedeutet hat, ist viel eindrücklicher.

sb:
Herr Thürauf, es war Ihre Idee, die Schwabacher Geschichte in einem historischen stadtblick zu umreißen. Was hat Sie dazu bewogen?

Matthias Thürauf (MT):
Zum einen finde ich historische Themen selbst sehr spannend. Aus Zeitmangel lese ich dann aber eher journalistisch aufbereitete Texte als "dicke Schinken“. Gleichzeitig habe ich mir gewünscht, dass alle Schwabacher Haushalte zum Stadtgeburtstag auch ein Geschenk und Andenken bekommen - eine Zeitung, die sie aufheben und immer mal wieder durchblättern können.

sb:
Frau Weigand, Sie haben nicht alle Kapitel der Stadtgeschichte ausführlich beschreiben könne

SW:
Nein, dafür reichte der Platz einfach nicht. Ich musste – oft schweren Herzens – eine Auswahl treffen. Der ein oder andere könnte deshalb sein historisches Lieblingsthema vermissen, doch sonst wäre eben ein "dicker Schinken" herausgekommen, und das wollten wir nicht

MT:
Dafür haben Sie auch Themen aufgegriffen, die Historiker sonst nicht behandeln - wie den Bau der Tiefgarage unter dem Marktplatz oder die erste Städtepartnerschaft

SW:
Das ist eben Stadtgeschichte, die etliche Schwabacher noch selbst miterlebt haben oder die ihnen von den Eltern oder Großeltern erzählt wurde. Weitererzählte, gemeinsame Geschichte also. Die trägt zur Identifikation mit der Heimat und auch zum Zusammenhalt einer Gesellschaft bei.

 

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