Stadtportal Schwabach

Die Gedenktafel am Gasthaus „Goldenen Stern“

Trotz zögerlicher Anfänge gilt Schwabach als eines der Zentren der Reformation im Marktgrafentum Ansbach. Viele Bürger erinnern sich noch gut an den Valentinstag 1523, als es zur mutwilligen Beschädigung einer Reklametafel für den Ablasshandel kam. Gleichzeitig versuchten Anhänger Luthers, einen Almosenkasten in der Stadtkirche aufzustellen, der jedoch bei dem anschließenden Tumult zu Bruch ging. Auf der Kirchweih 1523 kam es schließlich zu offenen Schmähungen der örtlichen Geistlichkeit.

Um Fastnacht des folgenden Jahres kamen zudem reformatorische Flugblätter in Umlauf, in denen der Verfasser, Stadtrichter Hans Herbst, seinen Unmut über den Lebenswandel des Klerus und das Ablasswesen äußerte. Schließlich brachte Markgraf Georg, heute "der Fromme" genannt, die Wende. Er befahl in der gesamten Markgrafschaft eine Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse. Der unbeliebte Schwabacher Stadtpfarrer Linck erhielt die fristlose Kündigung. "Nach zwanzig Dienstjahren", beschwerte er sich damals bei unserer Redaktion, "ist das ein Schlag ins Gesicht. Ich werde das arbeitsrechtlich anfechten. So was lasse ich mir als Vertreter des Herrn nicht bieten!" Er verzichtete dann allerdings auf eine Klage, nachdem Details aus seinem luxuriösen Lebenswandel öffentlich gemacht wurden.

Damit war in Schwabach die Reformation vollendet.

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