Stadtportal Schwabach

In früheren Zeiten wurde in jedem Haushalt selber gebraut. Die Hausfrau sott das Schaumgetränk für die Familie, und jede Brauerin hütete ihr Familienrezept wie ihren Augapfel. Die eine schwor auf die Zugabe von Ochsengalle, die andere schätzt das Mitkochen von Runkelrüben, die andere würzte mit Wacholder oder Kümmel. Die fleißigsten Braufrauen klärten den Sud noch mit Kalk oder Knochenmehl oder gossen bei besonderen Anlässen Honig zu. Bisweilen wurde das beliebte Bilsenkraut beigemischt, das stets für Hochstimmung bei Festen sorgt.

Doch privates Biersieden ist schon seit langer Zeit nicht mehr möglich. Immer mehr Feuerstätten erhöten die Brandgefahr; es kam wiederholt zu Großbränden, weil die städtischen Feuervorschriften oft nur schlampig eingehalten wurden. Inzwischen ist das Brauen in unsere Stadt aus Sicherheitsgründen nur noch in den sogenannten Erbbrauhäusern gestattet. Hier dürfen die Schwabacherinnen immer noch nach eigenen Rezepten brauen, allerdings unter Aufsicht eines Braumeisters. Jedes Brauhaus lässt seine Bräutage rechtzeitig vorher ausrufen, sodass alle wissen, wohin sie wann mit ihren Zutaten und Utensilien kommen müssen. Natürlich macht das Privatbrauen nur einen Teil der Arbeit der Schwabacher Braumeister aus. Viel größer ist die Biermenge, die sie für die Wirtshäuser herstellen.

Alle Erbbrauhäuser sind von der Obrigkeit genehmigt. Dafür entrichten sie dann auch das "Ungeld" als staatliche Getränkesteuer. Mit seinen inzwischen neun Brauhäusern darf sich Schwabach inzwischen einer größeren Braustättendichte rühmen als sein großer Nachbar Nürnberg.

Veranstaltungskalender

Angaben ohne Gewähr: Bitte fragen Sie im Zweifelsfall beim Veranstalter nach, ob die Veranstaltung stattfindet.

Fahrplanauskunft

RSS-Feed abonnieren

RSS-Feed abonnieren

Diese Webseite verwendet Cookies. Indem Sie unsere Website nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.