Stadtportal Schwabach

Darstellung des Christioph Driller, Skulptur von Max Renner

Bürgerinnen und Bürger,

seit gestern lagern drei Armeen vor den Toren bei der Rössleinsmühle. Es sind dies die vereinten Truppen des Bayernherzogs Max, des Königs Ferdinand und des Feldherrn Wallenstein. Sie fordern die Übergabe der Stadt. Diese Forderung habe ich nach Absprache mit dem Rat kategorisch abgelehnt, und zwar aus folgenden Gründen:

Erstens ist unsere Stadtbefestigung  in eins a Zustand und hält felsenfest. Zweitens liegen genug Pulver, Munition und Geschütze auf den Wehren, um zurückzuschießen. Drittens stehen unsere Verbündeten, die Schweden, derzeit bei Nürnberg, wir rechnen mit Einsatz in den nächsten Tagen.

Ruhe ist jetzt erste Bürgerpflicht. Die Tore bleiben bis auf Weiteres geschlossen, nachts herrscht Ausgangssperre. Jeder wehrfähige Stadtbürger hat von den Viertellmeistern Weisung erhalten, an welcher Stelle der Mauer er sich im Verteidigungsfall einzufinden hat.

Frauen und Kinder haben in den Häusern zu bleiben und sich auf die Versorgung der Verteidiger mit Eintopf und die Pflege der Verwundeten einzustellen. Wir alle müssen jetzt zusammenstehen gegen den Feind in diesem langen Kampf, der nun schon seit dem Jahr 1618 andauert. Es geht um unseren protestantischen Glauben! Ich bin sicher, unsere Stadt wird standhalten, auch wenn dieser Krieg dreißig Jahre dauern solte! Bürger zur Wehr! Die Parole lautet: "Widerstand!"

Christoph Driller, Bürgermeister

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