Stadtportal Schwabach

Man hat uns Kirchenvertreter kurzfristig davon unterrichtet, dass demnächst eine größere Anzahl calvinistischer Exulanten aus Frankreich in Schwabach eintreffen wird. Diese Menschen sollen dahier nicht nur Nahrung und häusliches Wesen, sondern auch einen sogenannten "Tempel" haben, wo sie ihre Religion in französischer und deutscher Sprache ausüben dürfen. Hiergegen protestieren wir auf das Schärfste. Durch diese Hugenotten werden die Schwabacher Bürger der Gefahr der religiösen Verführung ausgesetzt. Calvinistischen Geist, wie er aus Frankreich kommt, wollen wir in unserer Stadt nicht haben. Wir appellieren dringend an die markgräfliche Regierung in Ansbach diese sogenannten "Refugies" nicht hier sondern lieber anderswo zur Ansiedlung bringen.

Die Schwabacher Geistlichkeit

 

Wir haben nichts gegen Hugenotten. Allerdings wurde uns in letzter Zeit von vielen Reisenden glaubhaft berichtet, dass in den Gegenden, wo sich die Franzosen bereits angesiedelt haben, das Bäckergewerbe beträchtlichen Schaden genommen hat. Es sollen nämlich die Franzosen ein feinporiges Weißbrot in Form einer langen Stange backen, das als Konkurrenzprodukt für unsere prima Weckle und Weizenkipfe anzusehen ist. Es kann nicht der Sinn von Zuzug sein, die ansässigen Gewerbe zu ruinieren. Wir ersuchen deshalb die Obrigkeit dringend, den Flüchtlingen die Eröffnung eigener Bäckereien zu untersagen, um einen Niedergang der Backtradition in Schwabach zu verhindern.

Apollonius Zipfelbeck, Vorsitzender der Bäckerzunft dahier

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