Stadtportal Schwabach

Bye bye, Franken!" Mit diesen Worten machte sich unser allergnädigster Herr Markgraf letzte Woche ganz offiziell vom Acker. Is ja ganz wurscht, was aus unsereins wird, wir sind ja bloß dämliche Untertanen. Eins muss man dem Alten lassen: Er war in seiner langen Regierungszeit ein ganz ordentlicher Landesvater. Seine Verdienste reichen von der Förderung des Kartoffelanbaus bis zur segensreichen Einführung des Blitzableiters, von der Schaffung der Brandversicherung bis zum Start einer staatlichen Lotterie. Auch auf dem Gebiet der Schuldentilgung und des Soldatenverleihs war er erfolgreich tätig. In Schwabach wird man ihn als Erbauerdes Zucht- und Arbeitshauses in Erinnerung behalten. Privat hatte der Ärmste leider wenig Glück - und immer waren die Weiber schuld.

Es begann damit, dass er von seiner jugendlichen Kavalierstour nach Italien in Begleitung der Dame Syphilis zurückkehrte, welche dafür sorgte, dass er keine legitimen Erben zeugen konnte. Seine Ehefrau, Prinzessin Friederike Caroline von Sachsen-Coburg-Salfeld, trug ähnlich wenig zu seinem Wohlbefinden bei. Schließlich endet Markgraf Alexander in den Armen der verkniffenen Lady Craven, die ihn jetzt mit sich nach England schleppt, wo er in Zukunft sein Leben in Regen und Nebel bei fadem Essen und dünnem Tee fristen darf. Farewell, Markgraf, und herzlichen Dank auch! Dafür, dass wir jetzt preußische Untertanen sind, du liebe Güte. Aber freilich, es gibt wohl noch Schlimmeres: Wir hätten auch an Bayern fallen können...

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