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Seifenfabrik Ribot

Es geht also aufwärts. Gut, dass wir Arbeiterinnen das jetzt auch wissen, sonst wären wir nämlich nicht drauf gekommen. Zehn Stunden Arbeit am Tag bei viel weniger Lohn als die Männer, bei Schwangerschaft arbeiten bis zur Entbindung und gleich nach der Geburt weiter, in der viel zu kurzen Mittagspause heimhetzen und den Kindern Essen machen. Urlaub Fehlanzeige. An unserem einzigen Tag gehen wir in die Kirche und machen die große Wäsche.

Wir hausen in dunklen, feuten Wohnungen, weil wir uns nichts anderes leisten können. Wir leben von Brot und Kartoffelsuppe, weil das Geld nicht für mehr reicht. Unsere Kinder husten im Winter, und viele von uns haben vom Einatmen des Metallstaubs die Schwindsucht. Eine Arztbehandlung können wir nicht bezahlen. Aufwärts? Für die Fabriken und ihre reichen Besitzer vielleicht. Für uns bleiben nur die Reste vom großen Kuchen.

Anna Meierhofer, Metallarbeiterin

 

Vielen Dank der Redaktion für ihren schönen Bericht über die Schwabacher Industrie. Leider haben Sie eine wichtige Firma vergessen: Die Seifenfabrik Philipp Benjamin Ribot, einer der bedeutensten und modernsten Betriebe in ganz Deutschland. Hersteller der berühmten Schwalben- und Ray-Seife und Träger der Goldenen Staatsmedaille! Größte Seifenfabrik Bayerns! Export von Seifen in alle Welt, sogar bis nach China! Belieferung der österreichischen k. u. k. Kriegsmarine! In der Produktion läuft die größte Dampfmaschine Schwabachs mit 25 PS! Das sollten Sie mal schreiben!

Fritz Ribot, Fabrikbesitzer

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