Stadtportal Schwabach

Der Frieden von1918 hat uns keine Besserung der Verhältnisse beschert. Schuld sind, so sagen die Politiker, die Reperationszahlungen an die Sieger. Die Bedingungen des sogenannten "Schandfriedens" von Versailles bluteten das Land aus. Inflation und schwere Zeiten für die Wirtschaft waren die Folge - auch in Schwabach litten wir große Not und tun es noch. Gerade die exportierenden Betriebe waren in ihrer Existenz bedroht. 1923 waren 1280 Personen arbeitslos - bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 11000 bzw. 4000 Erwerbsfähigen! Notstandsprogramme des Magistrats konnten kaum Linderung bringen.

Die Menschen hungerten und froren, die Armenfürsorge konnte das Elend kaum lindern. Erst die Währungsreform hin zur Rentenmark und dann zur Reichsmark brachte eine Wendung zum Besseren. Eine langsame Erholungsphase setzte auch in Schwabach ein, man konnte wieder aufatmen.

Und nun - der erneute Absturz! "Wovon sollen wir leben?", klagen die Leute. Für das sauer Ersparte kann man sich kein Pfund Kartoffeln mehr kaufen. Ein Laib Brot kostet eine Billion Mark! In Schwabach blüht wie anderswo der Schwarzhandel. Am besten geht es noch den Bauern, die ihre Lebensmittel selber anbauen - und den Goldschlägern, die als einzige in der Stadt Devisen in Form von Goldzainen besitzen. Wer, so fragen sich die Menschen, kann uns aus dieser Not befreien? Welche Partei hat eine Lösung? Wo bleibt der politische Führer, der Deutschland aus dem Elend holt und dem Land wieder Hoffnung gibt?

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