Sehenswürdigkeiten

Der Apothekersgarten ist sicherlich einer der lauschigsten Orte in der Schwabacher Altstadt. Wenn Sie also eine Pause auf Ihrem Rundgang einlegen möchten - hier haben Sie eine schöne Gelegenheit dazu.

Wie der Name schon verrät, diente er dem Apotheker der Engel-Apotheke für die Anpflanzung und Aufzucht von Heilkräutern und besteht schon seit mindestens 1938. Mit der Sanierung des Bürgerhauses 1986 bis 1988 wurde dieser zu einer öffentlichen Anlage mit kleinem Spielplatz umgestaltet. Sehenswert ist auch das Sandsteintor, das ursprünglich aus dem landwirtschaftlichen Anwesen Stallwitz in der Regelsbacher Straße 9 stammt.

Adresse Südliche Mauerstraße
91126 Schwabach

Ursprünglich hatten die beiden Gebäudeteile des sogenannten Bürgerhauses II als Scheunen für das Erbbrauhaus „Zum Weißen Lamm“ gedient. Sie wurden zwischen 1986 bis 1988 saniert und zum Bürgerhaus umgebaut. Das Haus, ursprünglich als Sitzungssaal für den Stadtrat gedacht, wird heute auch für Kunst und Kultur genutzt. An der Außenfassade kann man sehr gut eine in Franken typische Anordnung des Fachwerks erkennen, welches 2003 erneut saniert wurde.

Adresse Königsplatz 33a
91126 Schwabach

Das Areal des Hüttlinger reicht vom Königsplatz bis zur Südlichen Mauerstraße. Westlich wird es vom "Frauentrautschen Haus" begrenzt. Es zählte traditionell zu den ersten Adressen der Stadt. Seit dem späten Mittelalter residierten dort Angehörige der lokalen Führungsschicht. Am Königsplatz befindet sich zum einen das Oberamtshaus, in dem der Oberamtmann, also der örtliche Stellvertreter des Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, residierte. Es wurde 1660 errichtet. Zum Oberamtshaus gehört auch der so genannte Hüttlingerhof mit umlaufender Holzgalerie. Der Name stammt von der Familie Hüttlinger, die vom 18. Jahrhundert an das Areal als Wohn-, Geschäfts- und Produktionsstätte für ihre Drahtzugfabrik nutzte. Im Rahmen einer Generalsanierung des Objekts 2007 entstand der jetzige Zustand. Der Blick entlang der Rathausgasse mit dem Oberamtshaus, dem Jugendstilanbau vom Anfang des 20. Jahrhunderts sowie dem modernen Kopfbau unserer Tage bietet einen spannenden Dialog der Jahrhunderte.

Adresse Königsplatz 21
91126 Schwabach

Die einschiffige Sandsteinkirche ist zwischen 1607 und 1609 von den Baumeistern Mohr und Flock errichtet worden. In ihrer ursprünglichen Nutzung stellte sie eine Friedhofskapelle für den Alten Friedhof dar, in der Begräbnisdienste abgehalten wurden. Da sie inmitten dieses großen Friedhofs stand, bezeichnete man sie früher auch als „Gottesackerkirche“. Seit der Schließung des Alten Friedhofs 1931 finden darin Gottesdienste der griechisch-orthodoxen Kirche statt.

Im Dachreiter war ehemals eine alte Glocke von 1410 aus der Stadtkirche aufgehängt. 1627 installierte man ann eine kleinere Glocke, die von dem Nürnberger Glockengießermeister Hans Pfeffer hergestellt worden war.

Mit ihrem rechteckigen Saalbau gilt die Dreieinigkeitskirche als eine der ersten lutherischen Kirchenneubauten in Franken.

Im Inneren der Kirche können Sie neben dem Bauwerk selbst nicht nur den barocken Hochaltar mit einer Kopie der „Kreuzabnahme“ von Peter Paul Rubens aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts bewundern, sondern auch eine Klapptafel mit den Spendern und der gesamten Bürgschaft für den Bau der Kirche. Auf den Flügeln dieser Tafel sind die Vertreibung aus dem Paradies, der auferstandene Christus und die Figuren des David und Moses aufgemalt.

Adresse Bahnhofsstraße 1
91126 Schwabach

Fisch war in vergangenen Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil des Speiseplans, war er doch im Vergleich zu Fleisch günstig. Auch in der Schwabach wurde die Fischerei betrieben, vorrangig mit Reusen. Für die Aufzucht und um die Versorgung mit frischem Fisch gerade während der Fastenzeiten sicher zu stellen, wurden Fischgruben angelegt. Die Gruben wurden aus dem Wasser der Schwabach gespeist. In der Fischgrubengasse finden Sie zwei aus den Jahren 1735 bis 1740 stammende Häuser, die über den Fischgruben erbaut wurden. Die nordseitigen Kellertüren waren der Zugang zu den Gruben.

In den Jahren 1997/1998 wurden beide Häuser saniert und modernisiert.

Adresse Fischgrubengasse 1
91126 Schwabach

Wie schon der Name Poujolsberg erahnen lässt, befinden Sie sich mitten im ehemaligen französischen Viertel der Stadt. Markgraf Johann Friedrich hatte die in Frankreich zum Teil verfolgten evangelisch-reformierten Christen (Hugenotten) im Markgraftum Brandenburg-Ansbach aufgenommen und sie mit umfassenden religiösen und weltlichen Privilegien ausgestattet. Er erhoffte sich von den als fleißig geltenden Hugenotten eine Steigerung des Steueraufkommens. Die Ansiedlung in Schwabach erfolgte im Sommer 1686. Die Kolonie begann noch im gleichen Jahr mit dem Bau ihrer Kirche. Es folgten ein Friedhof, ein Spital, ein Pfarr- und ein Schulhaus. Durch die umfangreichen vom Markgrafen verliehenen Privilegien bildete die Kolonie ein eigenes Gemeinwesen. Die Hugenotten gründeten unter anderem eine Gobelinmanufaktur und unterhielten Strumpf und Bortenwirkereien. Nachdem sich der wirtschaftliche Erfolg nicht dauerhaft festigen ließ, verließen zahlreiche französische Familien die Stadt wieder.

Die "Franzosenkirche", heute evangelisch-reformierte Pfarrkirche, wurde, wie ihr Name schon vermuten lässt, von diesen französischen Glaubensflüchtlingen errichtet und bildete den Mittelpunkt der Kolonie.

Nach nur 14 Monaten Bauzeit konnte das Gotteshaus am 13. November 1687 als erste Kirche, die von Hugenotten in Franken errichtet wurde, eingeweiht werden. Eines der wenigen Schmuckstücke im eher nüchternen Kircheninneren des schlichten Barockbaus sind zwei Gobelins aus der Manufaktur von Michel Claraveux, die goldgestickt auf schwarzem Grund verschiedene biblische Zitate zeigen. Als weitere Zierde ist die Fahne, die von dem Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich 1729 der Gemeinde gestiftet wurde, zu erwähnen. Sie zeigt das markgräfliche Wappen und eine Darstellung der Huldigung.

Adresse Boxlohe 14
91126 Schwabach

Dieses imposante barocke Gebäude auf der Südseite des Königsplatzes und dessen Vorgängerbauten erwarben sich ihren Namen durch die illustren Gäste. So logierten hier neben den Markgrafen von Ansbach während des 30-jährigen Krieges auch der schwedische König Gustav Adolf und der kaiserliche Feldherr Wallenstein.

Schon nach dem Schmalkaldischen Krieg Mitte des 16. Jahrhunderts waren dort auf Geheiß Kaiser Karls V. vorübergehend Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen und Landgraf Philipp von Hessen gefangen gehalten worden. Vermutlich war das Anwesen schon von alters her eine Gastwirtschaft. Das heutige Gebäude stammt von 1726/29 und ist im Inneren mit aufwändigen Stuckdecken aus dem Jahr 1732/33 ausgestattet, die der Nürnberger Werkstattgemeinschaft Polli/Andreoli/Bossi zugeschrieben wird.

Das Gasthaus wurde 1488 unter dem Namen "Zur goldenen Gans" von der Familie Linck, in dem seit 1410 in ihrem Besitz befindlichen Haus, eingerichtet - Sie können die Gans heute noch im Frontgiebel entdecken. Der Vogel, die Brüstung des Balkons sowie die Verzierung des Torbogens sind vergoldet. Im Hof der Fürstenherberge finden Sie - typisch für Gasthäuser der damaligen Zeit -  die ehemaligen Pferdestallungen. Nachdem das Anwesen über die Jahrhunderte recht verwahrloste, wurde es 1726/29 abgerissen und zu dem heutigen Gebäude wiederaufbauen. Die Wirtschaft wurde wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegeben und das Gebäude von 2002 bis 2006 aufwendig restauriert.

Adresse Königsplatz 29
91126 Schwabach

Die Geschichte des Gambrinusbrunnens können Sie im Beitrag des vhs-Projekts "Hörpfade" nachhören: https://www.klingende-landkarte.de/schwabach/gambrinusbrunnen/

Adresse Höllgasse
91126 Schwabach

Der "Goldene Stern" wurde wohl schon im Mittelalter als Gasthof geführt. Neben dem goldenen Gasthausschild hat das Haus in seiner Goldschlägerstube einen weiteren Bezug zum Edelmetall: Dort finden Sie eine kleine Ausstellung zur Herstellung und Verwendung von Blattgold. Speisen im Blattgoldambiente und auf Wunsch auch noch mit Blattgold - das gibt es nur in Schwabach.

Historische Bedeutung erlangte der "Goldene Stern" durch den "Tag von Schwabach", der dort vom 16. bis 19. Oktober 1529 stattfand. Dabei berieten die Städte Nürnberg, Straßburg, Ulm, Augsburg und Nördlingen sowie das Kurfürstentum Sachsen, das Landgraftum Hessen und das Markgraftum Brandenburg-Ansbach die "Schwabacher Artikel". Diese bilden eine wichtige Grundlage der Confessio Augustana, auf der das evangelisch-lutherische Bekenntnis fußt.

Hören Sie dazu aus dem Projekt "Hörpfade" den Beitrag zu den Schwabacher Artikeln: https://www.klingende-landkarte.de/schwabach/schwabacher-artikel/

Adresse Königsplatz 12
91126 Schwabach

Das Kunstwerk Geborgen aus "ortung I" von 1999 des Künstlers Hubert Lackner wird sich Ihnen nur erschließen, wenn Sie sich nicht von seiner eher rauen Außenschale abschrecken lassen. Treten Sie näher und entdecken Sie, was da Zartes "geborgen" ist.

Adresse Königstraße 12
91126 Schwabach

Im Apothekersgarten bei dem Brunnen findet sich dieses Kunstwerk von der ortung III.

Im Zentrum des künstlerischen Schaffens steht bei Michaela Biet die Bearbeitung von Steinen. Sie öffnet die Steine oder Findlinge durch Bohren und Spalten und will so den inneren Kern des Objektes zeigen. Im Apothekersgarten ist es ein mächtiger Grantiblock, der in zwei Teile gebrochen ist, außen grob bearbeitet, innen mit polierter Fläche. Daneben liegt - wie aus der ihn umgebenden Schale herausgefallen - der goldene Kern.

Adresse Südliche Mauerstraße
91126 Schwabach

Nur wenige Schritte von der Goldschlägerschauwerkstatt wartet auf Sie der goldene Findling. Er bildet eine reizvolle Symbiose zwischen dem hoch filigranen Blattgold und der rauen Natürlichkeit eines Felsbrockens mit mehreren Tonnen Gewicht. Auf Initiative der Goldschläger-Innung konnten Schwabacher und Gäste den Findling selbst vergolden.

Adresse Höllgasse 3
91126 Schwabach

In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg und nach Gründung/Wiedergründung der Parteien wurde das Rathaus in Schwabach wieder Sitz der Stadtverwaltung und Tagungsort des Stadtrates.

In diesem Zusammenhang erhielt der große Saal im 2. Obergeschoß 1952 eine neue Gestaltung.

Die Stadt beauftragte die Max Friese (1883-1958) und Kurt Severin (1896-1970) mit der Gestaltung des Sitzungssaales. Von ihnen wurde unter Verwendung von 14 000 Blatt Gold aus Schwabach ein Fries aus ornamentierten Inschriften mit Darstellungen bedeutender Schwabacher Unternehmen gestaltet. Seither heißt der Saal "Goldener Saal".

Der Künstler Max Renner (1900 -1974) steuerte einen beeindruckend gestalteten Kamin bei, der jedoch nach einem großen Brand am 15. Januar 1974 nicht mehr wiederhergestellt wurde. Der Brand war so verheerend, dass der Saal erst ab 4. Juli 1975 und mit finanzieller Unterstützung der Schwabacher Bürger wieder genutzt werden konnte.

Eine neuerliche Restaurierung des Saales fand im Zuge der Gesamtsanierung des Rathauses in den Jahren 2000-2002 statt.

Adresse Königsplatz 1
91126 Schwabach

Was tun, wenn Sie etwas über das Handwerk der Goldschläger erfahren möchten, aber keine Gelegenheit für den Besuch einer Führung haben? Dann können Sie die Schauwerkstatt in der Höllgasse besichtigen. Hier ist eine echte historische Goldschlägerwerkstatt aufgebaut. In ihr können Sie durch die Texte und die Kennzeichnung der Arbeitsschritte den Produktionsprozess nachvollziehen. Die Werkstatt ist selbsterklärend aufgebaut. Wenn Sie den Kopf von der Werkstatt aus etwas nach rechts drehen, sehen Sie ein riesiges vergoldetes Ei. Es ist ein Geschenk der Goldschläger-Innung an die Stadt und zugleich eine Hommage an das Schwabacher Stadtmuseum mit seiner europaweit einzigartigen Sammlung an naturkundlichen und verzierten Eiern. Schräg gegenüber sitzt auf einem Pfosten eine sichtlich aufgeregte Henne, die auf den Namen Henriette hört. Hier wirft sich die ewig junge Frage auf: Was war zuerst, die Henne oder das Ei?

Adresse Höllgasse 5
91126 Schwabach

Auf dem Sablaiser Platz finden Sie das Goldschlägerdenkmal. Es stellt naturalistisch den früheren Obermeister der Goldschlägerinnung, Werner Wolf, dar. Die Skulptur zeigt die für einen Goldschläger früherer Zeiten klassischen Gegenstände -  den Schlagstein, den Hammer, die Schlagform und die traditionelle Schürze. Auf dem Sockel des Denkmals sind Stadtwappen aus verschiedenen Jahrhunderten, eine Marktplatzansicht sowie das Wappen der französischen Partnerstadt Les Sables d´Olonne angebracht.

Die Figur wurde 1988 von der Sparkasse gestiftet und von dem Bildhauer Andreas Teuchert aus Büchenbach gefertigt.

Adresse Sablaiser Platz
91126 Schwabach

Wie der Name Synagogengasse schon verrät, lag hier das Zentrum der ehemaligen jüdischen Gemeinde. 1687 wurde hier (Haus Nr. 6) eine Synagoge erbaut, 1799 folgte ein Neubau, der 2003 restauriert wurde. Das Gebäude wurde 1938 von der Israelitischen Kultusgemeinde an eine Brauerei verkauft und ist wohl deshalb von einer Zerstörung in der so genannten "Reichskristallnacht" verschont geblieben. Es dient heute als Ort der Bildung und der Kultur. Direkt gegenüber liegt das frühere Rabbinerhaus (Haus Nr. 7). In Haus Nr. 10 wurde vor einigen Jahren eine bedeutende Laubhütte entdeckt. Dabei handelt es sich um einen Raum, bei dem, der jüdischen Lehre entsprechend, für den Zeitraum des Laubhüttenfestes das Dach geöffnet werden kann. An den Wänden finden sich barocke Malereien, die Szenen aus den Büchern Mose zeigen. Vor allem wegen der Malereien und der besonderen Lage wird die Laubhüt- te in Fachkreisen als bundesweit hochwertig eingestuft. Das Ensemble in der Synagogengasse ist beispielhaft für eine historische Judengasse und für jüdisches Leben in einer fränkischen Kleinstadt.

Adresse Synagogengasse 6
91126 Schwabach

Bei der Pfarrkirche St. Sebald, die in unmittelbarer Nähe der Altstadt liegt, handelt es sich um ein relativ junges Gebäude. Erst in den Jahren 1848 bis 1850 wurde sie im neuromanischen Stil erbaut, als die Zahl der katholischen Bürger im vorwiegend protestantischen Schwabach auf 300 angestiegen war. 1926 kam ein neubarocker Anbau hinzu. Besonders interessant ist das von Matthias Kager 1614 gemalte Hochaltarbild, das ursprünglich aus dem Eichstätter Dom stammt.
Eine besondere Rolle wurde der Pfarrkirche zuteil, als nach dem Zweiten Weltkrieg die katholische Gemeinde aufgrund des Zuzugs von Flüchtlingen und Vertriebenen stark anwuchs.

Adresse Ludwigstraße 15
91126 Schwabach

Etwas außerhalb der Altstadt stehen die Reste der 1716 auf Anweisung des Markgrafs Wilhelm Friedrichs errichteten „herrschaftlichen Kottonfabrik“, einer Baumwollweberei. Hier sollten nach holländischem Vorbild feine Stoffe hergestellt und die Wirtschaft im Fürstentum angekurbelt werden. Doch der Erfolg stellte sich nicht ein, weshalb die Fabrik 1740 an die Stadt Schwabach verkauft wurde. Diese verkaufte das Gebäude 16 Jahre später an den Strumpfwirkersohn Georg Caspar Stirner, welcher die Produktion verbesserte und die Stoffbahnen zusätzlich noch bedruckte. Aus diesem Grund und durch umfassende markgräflichen Privilegien florierte das Unternehmen bis 1812/13 die napoleonische Kontinentalsperre endete und das Unternehmen aufgrund der englischen Konkurrenz schließen musste. 1825 wurde der Gebäudekomplex versteigert und ab 1859 von einer Kavallerieeinheit genutzt. 1886 zog dort eine Schule eine und das Gebäude erhielt seinen heutigen Namen „Kasernenschulhaus“.

Adresse Penzendorfer Straße 13
91126 Schwabach

Der Königsplatz (Marktplatz) ist seit Marktwerdung der Stadt (ca. 1303) das Zentrum Schwabachs und ist es bis heute geblieben. Ansässig waren hier nur die wohlhabendsten und einflussreichsten Bürger der Stadt mit ihren zum Teil prächtigen Anwesen. Im Osten wird der rechteckige Platz von dem Rathaus und dem dahinter hervorragenden Turm der Stadtkirche begrenzt.

Dieses Ensemble ist als Motiv prägend für die Stadt und wird am häufigsten abgebildet.

Bis 1885 hieß der Königsplatz lediglich Marktplatz. Erst danach wurde er zu Ehren des bayerischen Königshauses umbenannt. Er wurde bei der Anlage des Marktes an die Westseite des Königshofs angefügt.

Auf und um den Königsplatz findet einmal im Jahr der großes Trempelmarkt "Schwabach trempelt" statt. Hören Sie die Geschichte dazu im Beitrag aus dem vhs-Projekt "Hörpfade": https://www.klingende-landkarte.de/schwabach/trempelt/

Adresse Königsplatz 1
91126 Schwabach

So sieht die Mutter Gottes der MTV-Generation in der Interpretation der Künstlerin Susanne Rudolph aus. Die Madonna steht vor einer blattvergoldeten Satellitenschüssel am Ostchor der Stadtkirche - nur wenige Meter entfernt vom Marienaltar aus dem Jahre 1475. Die Künstlerin sagt selbst zu ihrer Arbeit, die mit dem Publikumspreis bei der "ortung V" ausgezeichnet wurde: "Die weltweite Kommunikation ist für viele Menschen Gold wert, aber das Glück liegt oft in der Nähe."

In unmittelbarerer Nähe zur "Madonna" finden Sie eine nahezu lebensgroße Skulptur, die den Klaviervirtuosen, Komponisten und Musikpädagogen Adolph von Henselt zeigt, einen der berühmtesten Söhne der Stadt. Er war Zeitgenosse von Robert Schumann und Clara Wieck. In Schwabach geboren, war er ab 1838 in St. Petersburg zunächst Hofpianist der russischen Zarenfamilie und später Generalmusikdirektor der kaiserlichen Töchtererziehungsheime. Die Skulptur, ein Bronzeguss, hat der Schwabacher Bildhauer Clemens Heinl geschaffen. Die vhs-Gruppe "Hörpfade" hat dazu einen spannenden Beitrag erstellt: https://www.klingende-landkarte.de/schwabach/adolph-henselt/

Adresse Martin-Luther-Platz 21
91126 Schwabach

Bereits zwischen 1434 und 1437 ließ Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg Münzen für seine fränkischen Besitzungen prägen. Sein Nachfolger, Markgraf Albrecht Achilles, übertrug im Jahr 1470 die Hauptmünzstätte des Markgrafentums von Ansbach nach Schwabach. Diese wurde von Münzmeister Hans Rosenberg aufgebaut, der angeblich eine unvergleichbare spätmittelalterliche Stempelschneidekunst beherrschte.

Seit 1572 zählte Schwabach zu den vier Hauptmünzstätten des Fränkischen Reichskreises

Zu anfangs befand sich die Münze am Königsplatz, bis sie 1529 an den heutigen Martin-Luther-Platz verlegt wurde. Aber bereits 1581 wurde die Münze wieder geschlossen.

1675, nachdem fast 100 Jahre lang in Schwabach keine Münzanstalt mehr stand, ließ Markgraf Johann Friedrich auf einem Areal, das vorher zur Stadelmannsmühle gehört hatte, ein Münzgebäude errichten. Das heute noch vorhandene Anwesen stammt aus den Jahren 1733/34, denn das Vorgängergebäude wurde bei der Hochwasserkatastrophe 1732 zerstört. Über der Eingangstür finden Sie das Markgräfliche Wappen.

Die Münzproduktion in Schwabach wurde im Jahr 1795 eingestellt.

Adresse Münzgasse 5
91126 Schwabach

Das Areal des heutigen Mönchshofs war im 8. Jahrhundert die Keimzelle Schwabachs. Hier stand wahrscheinlich ein fränkischer Königshof.

1186 ging das Anwesen an das Kloster Ebrach im Steigerwald und wird seitdem als Mönchshof bezeichnet. Der Mönchshof ist die größte historische Hofanlage Schwabachs und war dies auch über Jahrhunderte hinweg. Die heute noch existierenden Gebäude Ludwigstraße 1, 1a und 3 dienten als Haupthaus sowie als Getreide- und Zehntscheune.

Das Haupthaus wurde 1539 und 1793 neu errichtet und bei der ersten Neuerrichtung wurde das Ebracher Wappen an der Außenfassade angebracht. Heute sind noch drei Gebäude existent. Diese Häuser in der Ludwigstraße 1, 1a und 3 dienten als Haupthaus, Getreide- und Zehntscheune. 1797 fiel der Besitz des Mönchhofs an das Land Preußen und 1829 ging es in Privatbesitz über. Es eröffnete im Haupthaus das Gasthaus und Hotel „Zum goldenen Engel“. 1986 fand eine aufwendige Sanierung statt und seitdem sind in den Gebäuden Geschäfte, Praxen und Büros zu finden.

Adresse Ludwigstraße 1
91126 Schwabach

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand in der Wittelsbacherstraße die erste planmäßige Erweiterung über die Grenzen der Stadtmauern hinweg. Ursprünglich von der Markgräfin Christiane Charlotte 1726 in Gang gesetzt, wurde es jedoch erst unter ihrem Sohn, dem Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich, umgesetzt. Baubeginn war 1737. Ein Jahr später kam das Bauprojekt der geplanten barocken Vorstadt zum Erliegen und wurde nie fertiggestellt. Lediglich ein Gebäude, ein Zucht- und Arbeitshaus, wurde 1756 errichtet. Hier wurden gefährliche Schwerverbrecher, Arme, Notleidende, Bettler, Landstreicher und schwer erziehbare Kinder untergebracht. Die Insassen arbeiteten vielen in Schwabach ansässigen Betrieben zu.

1838 wurde die Einrichtung geschlossen und mit zwei anderen Gebäuden in ein Lehrerseminar umgebaut. Ab 1843 wurden dann hier junge Männer zu Volksschullehrern ausgebildet. Seit 1915 durften dann hier auch Mädchen ausgebildet werden.

1935 wurde von den Nationalsozialisten das Lehrerseminar zu einer „Deutschen Aufbauschule“ umgewandelt. Als dann 1958 ein Studium Voraussetzung für den Beruf des Hochschullehrers wurde, schloss man die Anstalt.

Heute werden die Räume des Gebäudes von der Adolph von Henselt-Musikschule, einem Marionettentheater und dem Adam-Kraft-Gymnasium genutzt.

Adresse Wittelsbacherstraße 1
91126 Schwabach

Der auch als „Gaulsbrunnen“ bezeichnete Brunnen ist der Zweite, den Sie auf dem Königsplatz finden können. Er wurde zeitgleich mit dem Schönen Brunnen errichtet. In dieser ersten Version bestand er jedoch noch aus einer Holzbrunnensäule mit einer viereckigen Holztränke. Das heutige Erscheinungsbild erhält der Brunnen im Jahr 1823. Der Entwurf dazu stammt von dem Nürnberger Architekten und Konservator Carl Alexander von Heideloff und wurde von dem Maurermeister Sixtus Carl errichtet. Er wird durch das Überlaufwasser des Schönen Brunnens gespeist.

Adresse Königsplatz
91126 Schwabach

Auf dem Weg zum Pinzenberg passieren Sie Schwabachs zuletzt geschlossene Brauerei. Dabei gab es Mitte des 15. Jahrhunderts mehr als 80 Brauer in der Stadt. Schwabacher Bier wurde nicht nur in der Stadt und der Region getrunken, es war ein echter Exportschlager und verlieh der Stadt überregional Bedeutung.

Dass nach einigen Konjunktureinbrüchen in den folgenden Jahrhunderten in den 1920er Jahren der Höhepunkt der Bierproduktion erreicht wurde und dies mit der Blütezeit des Golschlägerhandwerks zusammenfällt, mag für manchen einen Zusammenhang ergeben. Jedenfalls war die Goldschlägerei eine schweißtreibende und Durst bringende Tätigkeit. Die Bedeutung des Brauwesens für die Stadt zeigte sich auch darin, dass im Stadtwappen von 1371 zwei gekreuzte Bierschöpfen enthalten waren.

Das Brauwesen in Schwabach war bis in die Neuzeit hinein ein radiziertes Gewerbe. Dies heißt, dass das Braurecht an bestimmte Anwesen gebunden war. Diese wurden als Erbbrauhäuser bezeichnet. Der Grund für diese Regelung war, dass für das Brauen von Bier schwere und große Geräte benötigt wurden, welche meist mit dem Gebäude verbaut waren. Die Zahl der Schwabacher Brauereien verringerte sich jedoch, trotz einiger Aufschwünge im Braugewerbe, ab Mitte des 16. Jahrhunderts immer weiter, bis nach dem zweiten Weltkrieg nur noch vier übrig waren. Mittlerweile gibt es in Schwabach keine Brauerei mehr, da Ende des Jahres 2010 die Brauerei Leitner, als letzte Brauerei in Schwabach, ihre Produktion hier eingestellt hat.

Unter dem Pinzenberg, welcher lange Zeit das Zentrum des Schwabacher Brauwesens darstellte, befindet sich ein Labyrinth aus Felsenkellern, die zum Kühlen des Bieres dienten. Die halbhohen Türen im Erdgeschoss der Häuser sind die Abgänge in die Keller. Dieses Kellersystem entstand im 17. Und 18. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert noch einmal ausgedehnt. Das Kellernetz reicht über mehrere Etagen und ist etwa 18 Kilometer lang. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es vielfach als Luftschutzkeller genutzt. Die Keller können Sie in einer Führung besichtigen.

Adresse Pinzenberg
91126 Schwabach

Das rote Rad von Sebastian Heinsdorff, dessen Innenseite mit Schwabacher Blattgold verziert ist, wurde zur Neugestaltung des Pinzenbergs aufgestellt. Es erinnert an die historische Zeit der Wagenräder an Fuhrwerken und Kutschen, die lärmend über das Pflaster rollten. Die Spur ist deutlich zu sehen. Der Kreis übernimmt am Ende der Straße und auch an der Hausfassade mit seiner offenen Form gewissermaßen eine Tür- und Torfunktion: Eingang - Ausgang - Durchgang. Schließlich fungiert das Rad als einfache Sonnenuhr, welche mit dem kürzeren oder längeren Sonnenschatten zur Mittagszeit auf der Radspur die Jahreszeiten angibt.

Adresse Pinzenberg
91126 Schwabach

Der südliche Teil des Rathauses, den Sie am roten Fachwerk erkennen, stammt aus dem Jahr 1528. Vor diesem Bau gab es bereits mehrere Ratsstuben in öffentlichen Gebäuden. Das Rathaus war dann aber nicht nur Sitz des Rates, sondern beherbergte in den Arkaden auch die Brot- bänke sowie sechs Kramläden für das örtliche Handwerk. Der nördliche Anbau, zu erkennen an dem braunen Fachwerk, wurde 1901/02 erhöht und neu gestaltet. An den Außenwänden gibt es viel zu entdecken: Personen-, Tier- und Wappendarstellungen, die bei der Generalsanie- rung des gesamten Hauses 2001 liebevoll restauriert wurden. Unge- wöhnlich ist, dass das Gebäude direkt vor die Westfassade der Stadt- kirche gestellt wurde.Das Rathaus ist eine bedeutende Station auf dem Gold- und dem Kunstweg. Wir empfehlen Ihnen, als erstes einen Blick auf die beiden goldenen Rathaustürme zu werfen, die 2002 durch eine Spendenaktion von Bürgern und Freunden der Stadt mit blattvergoldeten Ziegeln ein- gedeckt werden konnten. Sie sind seither das Wahrzeichen der Stadt. Im Gebäude können Sie im ersten Stock Kunstwerke aus den regel- mäßig stattfindenden Kunstbiennalen "ortung" betrachten, die es seit 1999 gibt. Im zweiten Stock finden Sie eine Übersicht zur Herstellung und Verwendung von Blattgold. Außerdem befindet sich hier auch der "Goldene Saal", der heute noch als Sitzungssaal dient. Er wurde 1952 erstmals und erneut nach einem Brand 1974 mit 14.000 Blatt Blattgold verziert.

Adresse Königsplatz 1
91126 Schwabach

Tätigkeitsbeschreibung:
Marionettenbühne

Die Geschichte der Marionettenbühne hören Sie in einem Beitrag des vhs-Projekts "Hörpfade": https://www.klingende-landkarte.de/schwabach/die-schwabacher-marionettenbuehne/

Adresse Wittelsbacherstr. 1
91126 Schwabach
Telefon 09122 16551
Fax 09122 16551
Email info@schwabacher-marionetten.de

Wenn Sie vor dem "Schönen Brunnen", einem barocken Obeliskenbrunnen, stehen, befinden Sie sich gleichzeitig im Zentrum eines der schönsten Marktplätze Frankens.

Im Jahre 1715 verfügte Markgraf Wilhelm Friedrich, dass in Schwabach ein Brunnenbauwerk errichtet werden solle. Die für damalige Verhältnisse stolzen Kosten von knapp 2.400 Gulden mussten sich die Stadt und zwei Stiftungen teilen. Aber immerhin erschien der Markgraf zur Enthüllung des fertig gestellten Bauwerks 1717 höchstpersönlich. Die erste Grundsteinlegung geschah am 08. Mai 1716, gefolgt von einer weiteren am 20. August im selben Jahr.

Die Figuren des Brunnens entstammen weitgehend der griechischen Mythologie. Die angebrachten Reliefs, übrigens mit Schwabacher Blattgold veredelt, zeigen Markgraf Wilhelm Friedrich und seine Familie. Darüber thront der brandenburgische Adler auf der Spitze eines Obelisken, denn die Ansbacher Markgrafen, ehemals Burggrafen von Nürnberg, wurden 1415/17 mit der Mark Brandenburg belegt. Gefertigt wurden diese Figuren vom markgräflichen Hofbildhauer Johann Christoph Fischer.

In der Winterzeit, wird der Schöne Brunnen zum Schutz vor Frost in eine Abdeckung aus Stahl und Acrylglas gehüllt.

Adresse Königsplatz 1
91126 Schwabach

Mildtätige Stiftungen waren im Mittelalter sehr beliebt. Man erhoffte sich durch gute Taten an den Armen im Diesseits, die Vergebungen der Sünden im Jenseits zu sichern.

So dachten auch Hermann Glockengießer und seine Frau Elisabeth, die 1375 das Spital in Schwabach stifteten. Das Ehepaar Glockengießer zählte zu den erfolgreicheren Handwerkern Nürnbergs und führten eine der berühmtesten Glockengießereien Süddeutschlands.

Die schlichte, markgrafenbarocke Spitalkirche, die 1404 fertig gestellt wurde, ist den Schutzheiligen St. Antonius und St. Elisabeth gewidmet. Die Kirche wurde mehrfach renoviert und umgebaut. Ein Bombenangriff im Oktober 1941 zerstörte sie schwer, das Chorgewölbe stürzte ein und begrub den Altar unter sich.

Bis auf die Figuren der Schutzheiligen wurde er völlig zerstört. An seiner Stelle steht heute eine Kreuzigungsgruppe, die ursprünglich aus der Stadtkirche stammt.
Die wiederhergestellte Kirche wurde im Jahr 1953 neu geweiht.

Doch bereits zuvor war die Kirche im Jahr 1607 aufgrund von Baufälligkeit und dann erneut im Jahr 1732 wegen Beschädigung durch die große Wasserflut am 29. September umgebaut worden. 1885 wurde die Spitalkirche dann in die heute zu sehende, restaurierte Form umgebaut.

Adresse Spitalberg
91126 Schwabach

Die auch Mittelmühle genannte Mühle wurde vermutlich Ende des 14. Jahrhunderts erbaut, als die Kapazität der Säge- und der Rohrersmühle nicht mehr ausreichten. Sie diente vorrangig als Getreide-, aber auch als Schleif- und Walkmühle. Um das Mühlrad anzutreiben, wurde eigens der Mittelbach angelegt, der bei Unterreichenbach von der Schwabach abzweigt. Wenn Sie auf dem Steg über dem Nadlersbach stehen, können Sie die Position des Mühlenrades noch an dessen Holzeinhausung erkennen.

Als im 16. Jahrhundert näher am Schwabacheinfluss eine weitere Mühle errichtet wurde, erhielt die Mühle den Namen Mittelmühle. Zuvor wurde sie als Obere Mühle bezeichnet. Als sie von 1797 bis 1966 im Besitz der Familie Stadelmann war, erhielt sie den Namen Stadelmannsmühle.

Adresse Hördlertorstraße 5
91126 Schwabach

Die heutige Stadtkirche, die in den Jahren 1469 bis 1495 erbaut wurde, ist der dritte Kirchenbau an dieser Stelle. Architekt des spätgotischen Bauwerks war der Nördlinger Baumeister Heinrich Echser, genannt Kugler. Herausragendes Kunstwerk der Stadtkirche ist der 1506 bis 1508 gefertigte Hochaltar aus der Werkstatt von Michael Wolgemuth. Mit seiner stolzen Höhe von 16 Metern ist er der größte spätgotische Altar im süddeutschen Raum. Ob - wie angenommen - die Schnitzarbeiten des Altars vom bekannten Nürnberger Veit Stoß ausgeführt wurden, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Der Altar ist ein Wan- delaltar mit einer Werktags-, einer Festtags- und einer Passionsseite. Neben dem Hochaltar verfügt die Stadtkirche, die St. Martin und St. Johannes dem Täufer gewidmet ist, über sieben Seitenaltäre. Beeindru- ckend ist auch der Turm der Stadtkirche mit seinen 71,5 Metern Höhe. Er ist aus dem Schwabacher Stadtbild nicht wegzudenken.

Adresse Martin-Luther-Platz 2
91126 Schwabach

Nur wenige Fußminuten von der Innenstadt entfernt, liegt im Süd-Osten der idyllische Stadtpark. Er wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wie viele Erholungsparks anderer Städte auch, geplant und angelegt. So wurde auf dem ehemaligen Ostanger ein „Englischer Garten“, also ein Waldpark angelegt, in dessen Mitte ein kreisförmiger Hauptweg durchführte.  Während er noch bis zum Beginn des 20. Jahrhundert in Teilen als Viehweide und durch das Militär als Übungsgelände genutzt wurde, dient er heute ausschließlich der Erholung.

Neben einem Schwanenweiher mit Insel, laden geschwungene Wege durch licht bewaldete Wiesenflächen zum Spazierengehen ein. Der Eingang zur Bahnhofsstraße hin wird von zwei steinernen Löwenskulpturen bewacht und ein Musikpavillon bildet das Herzstück des Stadtparks. Im Sommer werden dort Musikveranstaltungen angeboten.

Das Gasthaus ist eine der bedeutendsten und auch ältesten Wirtschaften in der Stadt. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1566 und wurde von Hans Ulbeck errichtet. Er hat auf dem Gesimsband zwischen Unterbau und Obergeschoss eine Inschrift anbringen lassen, die es Wert ist, sie zu entziffern. Versuchen Sie es! Kleiner Tipp: Es geht um Hans Ulbeck und seine Frau.

Übrigens gehörten neben dem Hauptgebäude noch Stallungen, ein Malzhaus, Nebengebäude und ein Stadel - das heutige Bürgerhaus - zu dem Anwesen. Berühmtester Gast des Hauses war Johann Wolfgang von Goethe, der hier die Nacht vom 5. auf den 6. November 1797 auf seiner Rückreise aus der Schweiz verbrachte.

Adresse Königsplatz 33
91126 Schwabach

Der Name Wöhrwiese entstand wohl, weil sich hier am Einfluss der "Schwabach" ein Wehr befand, mit dem das Flüsschen zum Stadtweiher aufgestaut wurde. Die meisten Gebäude dort stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Hausnummer 1 allerdings war der markgräfliche Getreidekasten, der bereits 1477/81 errichtet wurde. In der Nähe findet sich auch ein Rest der mittelalterlichen Stadtbefestigung, die an den meisten anderen Stellen der Stadt im 19. Jahrhundert beseitigt wurde (weitere Reste sind noch in der Südlichen und Nördlichen Mauerstraße), ebenso wie die dazu gehörenden Stadttore.

Die Stadtmauer entstand vermutlich seit 1365 in 50 Jahren Bauzeit. Sie bestand aus behauenen Steinen, war fast sieben Meter hoch und verfügte über einen aufgesetzten überdachten Wehrgang und Fallgitter an den Flussüberquerungen. Insgesamt gab es vier Durchlässe in der Schwabacher Stadtmauer. Das Hördlertor, das Mönchstor, das Nürnberger Tor und das Zöllnertor. Vor der Mauer fand sich bis in das 18. Jahrhundert der Stadtgraben. Dieser wurde 1744 eingeebnet und mit Gärten überbaut. Die Stadtmauern jedoch hatten bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts vollständig Bestand. Es wurde sogar 1873 ein weiterer Durchgang, das Neutor, errichtet. Allerdings wurden in den 1890er Jahren die Stadtmauern dann fast vollkommen abgetragen.

Adresse Wöhrwiese 1
91126 Schwabach