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Moses mit der Gesetzestafel

Laubhütten werden im Judentum zur Feier des Laubhüttenfestes errichtet. Ursprünglich ein Erntedankfest, erinnert es an die 40-jährige Wanderschaft nach dem Auszug aus Ägypten. In dieser Zeit musste das Volk Israel in provisorischen Hütten leben. Ein wesentlicher Bestandteil des Festes ist das Gebot, sieben Tage in einer „Sukka“ (=Laubhütte) unter freiem Himmel zu essen und zu schlafen.

Die symbolträchtige Szene einer Hasenjagd, welche an der Südwand der Laubhütte gefunden werden kann, ist bundesweit einzigartig. Was dieses ungewöhnliche Motiv zu bedeuten hat, verrät die Ausstellung. Weitere Darstellungen zeigen Moses, der die Gesetzestafeln empfängt, die Opferung Isaaks sowie eine Person mit Schabbesdeckel und Feststrauß.

Der Jude Moses Löw Koppel erwarb dieses Haus 1795 und lebte hier zusammen mit seiner Familie. Alles ist wie damals: die alte knarzende Holztreppe, das gelbe Fachwerk in den Wohnräumen, der ochsenblutfarbene Boden, die Laubhütte.

Eine Laubhütte in einer solchen hohen bauhistorischen Verfassung mit Fresken an ihrem Originalplatz ist einzigartig in Deutschland.

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