Stadtportal Schwabach

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand in der Wittelsbacherstraße die erste planmäßige Erweiterung über die Grenzen der Stadtmauern hinweg. Ursprünglich von der Markgräfin Christiane Charlotte 1726 in Gang gesetzt, wurde es jedoch erst unter ihrem Sohn, dem Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich, umgesetzt. Baubeginn war 1737. Ein Jahr später kam das Bauprojekt der geplanten barocken Vorstadt zum Erliegen und wurde nie fertiggestellt. Lediglich ein Gebäude, ein Zucht- und Arbeitshaus, wurde 1756 errichtet. Hier wurden gefährliche Schwerverbrecher, Arme, Notleidende, Bettler, Landstreicher und schwer erziehbare Kinder untergebracht. Die Insassen arbeiteten vielen in Schwabach ansässigen Betrieben zu.

1838 wurde die Einrichtung geschlossen und mit zwei anderen Gebäuden in ein Lehrerseminar umgebaut. Ab 1843 wurden dann hier junge Männer zu Volksschullehrern ausgebildet. Seit 1915 durften dann hier auch Mädchen ausgebildet werden.

1935 wurde von den Nationalsozialisten das Lehrerseminar zu einer „Deutschen Aufbauschule“ umgewandelt. Als dann 1958 ein Studium Voraussetzung für den Beruf des Hochschullehrers wurde, schloss man die Anstalt.

Heute werden die Räume des Gebäudes von der Adolph von Henselt-Musikschule, einem Marionettentheater und dem Adam-Kraft-Gymnasium genutzt.

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Foto: Christine Schön

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