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Sandra Niyonteze und Peter Reiß stehen vor dem Rathaus mit einer Botschaft für Toleranz und gegen Rassismus
Vorsitzende des Schwabacher Integrationsrats spricht über die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen durch strukturellen Rassismus

Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die dieses Jahr unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“ stehen, sprach die Stadt Schwabach mit der Vorsitzenden des Schwabacher Integrationsrates Sandra Niyonteze. Im Gespräch mit der städtischen Beauftragten für Internationale Beziehungen Anna Spaulding macht Niyonteze deutlich, dass es eine gesellschaftliche Daueraufgabe sein muss, strukturellen Rassismus und rassistisch motivierte Gewalt nachhaltig zu bekämpfen.

„Rassismus ist ein Thema, das sich nicht in zwei, drei Sätzen erklären lässt. Es ist ein Thema, das uns sehr lange begleitet.“, sagt Sandra Niyonteze. „Deutschland hat ein Rassismusproblem und das nicht erst seit Hanau oder Halle.“ Niyonteze betrachtet es als Problem, das seit Generationen bestehe und zeige, dass sich die Geschichte wiederholt. „Es ist Zeit umzudenken! Ich sehe es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen, als Daueraufgabe mit gesetzlichen Rahmen“, so Niyonteze weiter.

Sie kritisiert, dass viele Menschen, die hier geboren sind, hier leben und ihr soziales Umfeld haben, immer noch mit strukturellem Rassismus und Gewalt konfrontiert sind. Für die Betroffenen sei es schwierig sich in ein Land einzubringen, in dessen Gesellschaft Rassismus und Diskriminierung noch so stark verankert seien. Diese Menschen möchten als Deutsche angesehen werden und nicht nur als Person mit verschiedenen Wurzeln. „Ich saß selbst zwischen zwei Stühlen, zwischen zwei Kontinenten. Für welchen muss ich mich entscheiden?“, berichtet Niyonteze über ihre persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen.

Für ein gutes Zusammenleben sind für die Vorsitzende des Integrationsrats eine intensive, manchmal auch unbequeme Auseinandersetzung mit diesem Thema unabdingbar. Man muss die Menschen akzeptieren und ihnen eine Chance geben sich zu engagieren. Abschließend weist Niyonteze auf die Dynamiken innerhalb unserer Gesellschaft hin: „Unsere Gesellschaft hat sich schon verändert. Wir müssen das anerkennen und die neuen Chancen nutzen, die sich hieraus für uns alle bieten.“

Die Bedeutung der Internationalen Wochen gegen Rassismus betrachtet Niyonteze mit Ernüchterung: „Es reicht nicht aus ein, zwei Wochen laut zu rufen: Wir kämpfen gegen Rassismus!“. Sie hebt erneut hervor, dass es eine gesellschaftliche Daueraufgabe ist, die einen gesetzlichen Rahmen erfordert.

Die Stadt Schwabach bedankt sich bei Sandra Niyonteze für das offene Gespräch!

Sandra Niyonteze ist seit 2019 Vorsitzende des Schwabacher Integrationsrats. Als beratendes Gremium vertritt der Integrationsrat die Interessen der Schwabacher Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund und ist darum bemüht, diese in die Stadtverwaltung und -politik einzubringen.

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