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Eingeschränkte Öffnungszeiten Bürgerbüro

Aufgrund von Personalausfällen öffnet das Bürgerbüro im Rathaus bis auf weiteres montags von 8 bis 14 Uhr, dienstags von 8 bis 12 Uhr, mittwochs bis freitags von 8 bis 14 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr. Die öffentliche Toilette im Rathaus ist weiterhin zugänglich. Alle Infos hier

 

Stadtkasse und Steueramt am Freitag, 15. Mai, geschlossen

Die Stadtkasse und das Steueramt sind am Freitag, 15. Mai, komplett geschlossen. Die Finanzsoftware steht an diesem Tag nicht zur Verfügung, weil ein städtischer Server umzieht. Die Beschäftigten stehen an diesem Tag auch nicht für telefonische Anfragen zur Verfügung.

 

 

 

 

Henselt-Statue des Bildhauers Clemens Heinl am Martin-Luther-Platz
Greift in Schwabach täglich in die Tasten - Henselt-Statue des Bildhauers Clemens Heinl

Musikförderung im Namen eines großen Romantikers

Auch wenn Adolph von Henselt gewissermaßen zu den Stars der Romantik gehörte, kennen ihn in Deutschland auch Musikbegeisterte eher selten - außer sie kommen aus Schwabach. Denn hier wurde Adolph von Henselt geboren. Schwabach arbeitet daher daran, die schönen, oft vergessenen Stücke des großen Komponisten und Pianisten wieder öfter zu Gehör zu bringen. Aus diesem Grund schreibt das Schwabacher Kulturamt bei „Jugend musiziert“ den „Adolph-von-Henselt-Preis“ aus - "Jugend musiziert"-Teilnehmerinnen und Teilnehmer können mitmachen.

Ob Adolph von Henselt nervös war, als er 1829 das erste Mal mit 14 Jahren vor Publikum im Münchner Odeon vorspielte, das wissen wir heute nicht. Klar ist aber, dass ihm dieses Vorspiel damals zu den ersten begeisterten und lobenden Stimmen in der Öffentlichkeit verhalf. Schnell mauserte sich der junge Musiker zu einer Bekanntheit, spielte zahlreiche Konzerte und gehörte wenig später, neben Chopin und Liszt, zu einem der angesehensten Pianisten seiner Zeit. Man erzählte sich von seiner erstklassigen Technik, seinem beseelten Spiel und seinen komplexen Kompositionen.
Entscheidend dafür, dass selbst studierte Musikerinnen und Musiker sich heute bisweilen ratlos am Kopf kratzen, wenn der Name Adolph von Henselt fällt war das Jahr 1838. Eine Konzertreise führte den Pianisten nach St. Petersburg – mit überwältigenden Erfolg: Die Zarin bat ihn zu bleiben und Henselt wurde kurzerhand kaiserlicher Hofpianist und Generalmusikinspektor der kaiserlichen Töchtererziehungsinstitute. Dies erklärt, warum heute russische Musikschüler reihenweise Kompositionen des Schwabachers Henselt spielen und sich Hochschulmusiker hierzulande fragen: „Henselt - Wer war das eigentlich?“

Wie Adolph von Henselt damals vor dem Münchner Publikum, haben zahlreiche junge Musikerinnen und Musiker die Gelegenheit, ihr Können an ihrem Instrument zu beweisen – allerdings vor der Jury von „Jugend musiziert“. 2014 ging der Preis an Lukas Katter aus Alzenau, 2017 an die junge Pianistin Clara Isabella Siegle aus Hohenbrunn. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte zunächst keine Vergabe mehr stattfinden, 2026 wurde erstmals wieder ein Henselt-Preis bei „Jugend musiziert“ vergeben.

Weitere Informationen zu Henselt und Stücke zum Probehören gibt es auf der Internetseite der Schwabacher Adolph-von-Henselt-Gesellschaft

 

Sara Petz ist neue Gewinnerin des Henselt-Preises bei Jugend musiziert 2026

Sara PetzSara Isabel Petz wurde 2009 in Bad Aibling geboren. Ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie im Alter von fünf Jahren. Bereits mit sieben Jahren begann sie zu komponieren, seit ihrem neunten Lebensjahr spielt sie zudem Violoncello.Seit dem Wintersemester 2024 studiert sie im Pre-College der Universität Mozarteum Salzburg Klavier bei Prof. Georg Steinschaden. Cellounterricht erhält sie seit 2022 von Prof. Barbara Lübke-Herzl. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie bei Klavier- und Cellomeisterkursen, unter anderem in Zell an der Pram, bei der Sommerakademie Mozarteum sowie bei den Musiktagen Seefeld.

Im Jahr 2023 wurde Sara beim Bachwettbewerb in Köthen mit einem Förderpreis ausgezeichnet und war zudem Preisträgerin beim Internationalen Klavierwettbewerb „Münchner Klavierpodium der Jugend“. Dort erhielt sie vier Auszeichnungen, darunter den Preis für die beste Interpretation eines Werkes von Robert Schumann sowie den Ehrenpreis des Pianistenclubs München. Seit 2024 ist sie Mitglied im Pianistenclub München und wirkte bereits mehrfach bei dessen Konzerten mit.

Darüber hinaus gewann Sara mehrere erste Preise bei den Wettbewerben „Jugend musiziert“ und „Prima la musica“ in den Kategorien Klavier solo, Klavierduo sowie Violoncello solo. Als Klavierduo mit Sophie Aichner wurde sie 2025 Landes- und Bundessiegerin bei „Prima la musica“, 2026 wurde sie Landessiegerin in der Kategorie Violoncello solo.