Stadtportal Schwabach

Literaturfestival „LesArt 2019“

Hochwertige zeitgenössische Literatur auf den Punkt gebracht  das ist zum Markenzeichen des Literaturfestivals „LesArt“ geworden, welches Schwabach seit 1997 jährlich Anfang November veranstaltet. Renommierte Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland stellen ihre aktuellen Werke vor.

Im Programmschwerpunkt „Wortkunst trifft Schauspielkunst“ sind bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler zu Lesungen eingeladen. Musikalische Begleitprogramme und eine kulinarische Lesung ergänzen das Festival und runden den LesArt-Herbst ab. Breite Leseförderung ist das erklärte Ziel der Schwabacher LesArt. Alle Schwabacher Schulen und die Stadtbibliothek haben Kinder- bzw. Jugendbuchautoren zu Gast.

 

Die LesArt 2019 findet vom 2. bis 10. November statt.

Kartenvorverkauf ab 5.10.2019

Bürgerbüro im Rathaus, Königsplatz 1, 91126 Schwabach, Tel.: 09122 860-0
Ticketshop des Schwabacher Tagblatts, Spitalberg 3
Alle Ticket-VVK-Stellen der Heimatzeitungen
www.schwabach.de/lesart, www.nn-ticketcorner.de, www.reservix.de

 


Bald zum Download: LesArt-Broschüre 2019


CAB Tanja Kinkel c CAB

Musikalische Lesung: Tanja Kinkel liest „Das Spiel der Nachtigall“ & Capella Antiqua Bambergensis

Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, veröffentlichte bereits mit 19 Jahren ihren ersten Roman. Sie studierte Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und erhielt diverse Literaturpreise. Sie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Romane, die in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden und einen Bogen spannen von der Gründung Roms bis ins Amerika des 21. Jahrhunderts. 1992 gründete sie die Kinderhilfsorganisation „Brot und Bücher“.

„Das Spiel der Nachtigall“ setzt dem berühmtesten Minnesänger des Mittelalters ein Denkmal: Walther von der Vogelweide. Walther pries viele Herrscher durch seine Musik, aber er diente nur einem Herrn, und das war er selbst. Die Gefangennahme des charismatischen englischen Königs und heldenhaften Kreuzfahrers Richard Löwenherz bei Wien erlebte der Minnesänger hautnah.

Zu den Klängen der Capella Antiqua Bambergensis entführt Tanja Kinkel die Zuhörer*innen auf eine ganz besondere literarisch-musikalische Reise in diese Zeit. Die Capella legt Wert auf größtmögliche Authentizität der Instrumente sowie ein originalgetreues Klangbild. Den Part des Solisten übernimmt der spanische Percussionist David Mayoral.

Samstag, 2.11.19, 20 Uhr, Markgrafensaal, Ludwigstraße 16

Eintritt: 10,50 / 7,50 € VVK, 12,50 / 8,50 € Abendkasse 

Foto © Capella Antiqua Bambergensis


DenisScheck Anne DoreKrohnDenis Scheck und Anne-Dore Krohn feiern Theodor Fontanes 200. Geburtstag

Die Literaturkritiker Anne-Dore Krohn und Denis Scheck feiern Fontane in einer mitreißenden literarischen Revue, zeigen ihn in seiner Komplexität und seinen Widersprüchen: den Barrikadenkämpfer von 1848 und Wendehals wenige Jahre später, den Journalisten und Balladendichter, den Militärschriftsteller und Wanderer durch die Mark Brandenburg. Vor allem aber zeigen sie den Schöpfer von Effi Briest und Dubslav von Stechlin, von Jenny Treibel und Schach von Wuthenow, von Figuren also, die unvergesslich sind.

Denis Scheck (*1964 in Stuttgart) studierte Zeitgeschichte und Literaturwissenschaft. 20 Jahre lang war er Literaturredakteur im Deutschlandfunk, heute arbeitet er als freier Kritiker und Moderator unter anderem in der Sendung „lesenswert“ im SWR. Seine ARD-Literatur-Sendung „Druckfrisch“, für die er den Deutschen Fernsehpreis erhielt, ist mittlerweile Kult!

Anne-Dore Krohn (*1977 in Berlin) arbeitet als Literaturredakteurin beim Kulturradio vom rbb. Sie hat Literaturwissenschaften studiert und zunächst als freie Autorin für verschiedene Medien gearbeitet, unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die ZEIT. Sie gehört zum Moderatorenteam des Erlanger Poetenfestes.

Sonntag, 3.11.19, 11 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Vormittagskasse    

Foto Denis Scheck © Hornoff, Foto Anne-Dore Krohn © Karo Krämer

 


Vea Kaiser c Ingo Pertramer

Vea Kaiser liest „Rückwärtswalzer“

Sie ist der aktuelle Literaturliebling aus Österreich: Vea Kaiser eroberte sich gleich mit ihrem Debüt „Blasmusikpop“ (2012) einen Platz auf den Bestsellerlisten. Damals war sie 23 Jahre jung. Ihr Zweitling „Makarionissi“ zog 2015 erfolgreich nach und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Die 1988 geborene Autorin lebt in Wien, wo sie Altgriechisch und Latein studierte. Sie ist Geschichtenerzählerin mit Leib und Seele, temperamentvoll, charmant und sprachlich sehr versiert.

Im März 2019 überzeugte sie bei „Gottschalk liest“, Denis Scheck pries ihr neues Buch in seiner Sendung „lesenswert“: „Rückwärtswalzer“ ist ihr dritter, von der Presse hoch gelobter Roman.

Hedi, Wetti und Mirl begeben sich auf eine skurrile Reise: gemeinsam mit ihrem arbeitslosen Schauspielerneffen bringen sie den tiefgefrorenen Leichnam von Onkel Willi im Fiat Panda von Wien nach Montenegro. Zugleich reisen die Leser*innen mit ihnen schrittweise in die Vergangenheit und erleben, wie die Protagonisten wurden, was sie sind. Es ist eine fließende Bewegung: ein Schritt vor Richtung Onkel Willis Heimat, zwei Schritte zurück Richtung Kindheitstrauma und erste Liebe, ein Schritt vor, zwei zurück – ein Rückwärtswalzer, voller Verve, Witz und Herzenswärme.

Sonntag, 3.11.19, 20 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse     

Foto © Ingo Pertramer


Volker Kutscher c Andreas ChudowskiVolker Kutscher liest „Marlow“           

Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur und Drehbuchautor, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Mit dem Roman „Der nasse Fisch“ (2007), dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem bisher fünf weitere folgten. Die Reihe ist die Vorlage, auf dem Tom Tykwers Serienwelterfolg „Babylon Berlin“ beruht.

Berlin, Spätsommer 1935. In der Familie Rath geht jeder seiner Wege. Pflegesohn Fritz marschiert mit der HJ zum Nürnberger Reichsparteitag, Charly schlägt sich als Anwaltsgehilfin und Privatdetektivin durch, während sich Gereon Rath, mittlerweile zum Oberkommissar befördert, mit den Todesfällen befassen muss, die sonst niemand haben will. Ein tödlicher Verkehrsunfall weckt seinen Jagdinstinkt. Es geht um Hermann Göring, der erpresst werden soll, um geheime Akten, Morphium und schmutzige Politik. Und um den Mann, mit dem Rath nie wieder etwas zu tun haben wollte: den Unterweltkönig Johann Marlow.

„Die TV-Serie ‚Babylon Berlin‘ mag gutes Fernsehen sein. Volker Kutschers Romane aber sind großes Kino.“ taz

Montag, 4.11.19, 20 Uhr, Evangelisches Haus, Wittelsbacherstraße 4

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse 

Foto © Andreas Chudowski


Carolin Wahl c Sanela Selimovic PicturePeople StuttgartCarolin Wahl liest: "Staat X"  für Jugendliche

„Ich wollte eine Art von Buch schreiben, die ich in der Schule selbst gern gelesen hätte.“
Carolin Wahl wurde 1992 in Stuttgart geboren. Reisen und Geschichten erzählen gehören seit der frühsten Kindheit zu ihren großen Leidenschaften. Nach einem Germanistik- und Geschichtsstudium in München und diversen Auslandsaufenthalten in Amerika, Asien und Europa lebt die Autorin heute wieder in ihrer Heimatstadt. Für ihre Texte wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

Ein Staat, der von Schülern kontrolliert wird: Dieses einwöchige Experiment will die Schule von Adrian, Vincent, Melina und Lara wagen. Zwei Jahre lang haben die Schüler auf Staat X, das große Schulprojekt, hingearbeitet. Jetzt werden die Türen geschlossen. Die Lehrer ziehen sich zurück. Wer bekommt die begehrten Posten in der Politik, in der Justiz und in der Wirtschaft? Carolin Wahl spricht in „Staat X“ brandaktuelle gesellschaftliche Themen wie Wahlmanipulation, Pressefreiheit, Populismus und die MeToo-Debatte an. Eine Geschichte, die nicht nur als Warnung dient, sondern auch bestens unterhält.

Dienstag, 5.11.19, 8.05 Uhr, 9.30 Uhr & 11.15 Uhr, Stadtbibliothek, Königsplatz 29 a

Eintritt frei!

Foto © Sanela Selimovic/PicturePeople Stuttgart


Barbara Honigmann c Peter Andreas Hassiepen

Barbara Honigmann liest „Georg“

Barbara Honigmann, 1949 in Ost-Berlin geboren und in der DDR aufgewachsen, zählt zu den bedeutendsten Literatinnen unserer Zeit. Die Theaterwissenschaftlerin arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. Mit Ende 20 besann sie sich auf ihre doppelten Wurzeln als Deutsche und Jüdin und geriet zunehmend wegen ihrer kritischen Haltung der SED gegenüber unter Druck. Nach der Emigration nach Straßburg veröffentlichte die Meisterin des literarischen Porträts vielschichtige Prosawerke, u.a. das mit dem Aspekte-Literaturpreis gewürdigte Debüt „Roman von einem Kinde“ (1984) sowie „Alles, alles Liebe“ (2000). Barbara Honigmann, die zudem bildende Künstlerin ist, erhielt Auszeichnung auf Auszeichnung, zuletzt 2018 den Jakob-Wassermann-Preis der Stadt Fürth.

In unvergleichlichem Ton entsteht aus einer persönlichen Familiensaga die Geschichte des deutschen zwanzigsten Jahrhunderts. Mit lakonischem Sprachwitz und zärtlicher Distanz begibt sich Barbara Honigmann auf die Spuren ihres Vaters Georg Honigmann (1903-1984), einer schillernden Figur der Zeitgeschichte: Odenwaldschüler, im Nationalsozialismus verfolgter Jude, Journalist, Bohemien und Sozialist, der in der DDR zum Kultur-Funktionär aufstieg.

Dienstag, 5.11.19, 20 Uhr, Alte Synagoge, Synagogengasse 6

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse

Foto © Peter-Andreas Hassiepen


Antje Herden c Rdiger Wenig

Antje Herden liest „Wir Buddenbergs“ – ab 10 Jahren

Antje Herden, 1971 in Magdeburg geboren, schreibt Kinder- und Jugendbücher sowie Romane für Erwachsene. Ihre Kindheit verbrachte Herden im Osten, ihre Jugend im Westen Deutschlands: 1983 zog die ganze Familie nach Darmstadt. Nach Ausflügen in die Poetry Slam Szene – 2003 gehörte sie zu den Finalisten der deutschen Poetry-Slam-Meisterschaft – machte sie sich als Redakteurin und Schriftstellerin selbständig. Einer großen Leserschaft bekannt wurde Herden durch ihren 2012 erschienenen Kinderroman „Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet“, der zahlreiche Auszeichnungen erhielt. 2018 gewann sie für ihren Jugendroman „Keine halben Sachen“ den Peter-Härtling-Preis

Die neunjährige Mia hat die trubeligste Patchworkfamilie, die man sich vorstellen kann. Als sie alle zusammen in den vollgepackten VW-Bus steigen, freut Mia sich auf einen ganz normalen Urlaub. Sie ahnt noch nicht, dass ein richtiges Sommerabenteuer auf die Buddenbergs wartet. Pauschalurlaub ist was für Anfänger – und nichts gegen einen VW-Bus voller Buddenbergs! Zum Totlachen, zum Mitfiebern, zum wohligen Gruseln. Nicht nur zur Ferienzeit ein Muss für alle kleinen und großen Chaoten.

Mittwoch, 6.11.19, 8.05 Uhr, 9.50 Uhr & 11.30 Uhr, Stadtbibliothek, Königsplatz 29 a

Eintritt frei! 

Foto © Rüdiger Wenig


Tanja Maljartschuk c Michael Schwarz

Tanja Maljartschuk liest „Der Blauwal der Erinnerung“

Tanja Maljartschuk, 1983 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine geboren, studierte Philologie an der Universität Iwano-Frankiwsk und arbeitete nach dem Studium als Journalistin in Kiew. 2009 erschien auf Deutsch ihr Erzählband „Neunprozentiger Haushaltsessig“, 2013 ihr Roman „Biografie eines zufälligen Wunders“ und 2014 „Von Hasen und anderen Europäern“. 2018 erhielt sie für den Text „Frösche im Meer“ in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die Autorin schreibt regelmäßig Kolumnen für die Deutsche Welle (Ukraine) und für ZEIT Online und lebt seit 2011 in Wien.

Es sind zwei Zeitebenen, die die Autorin gegenüberstellt. Die Erzählerin des Romans ist Studentin – nach unglücklichen Beziehungen aus der Bahn geworfen. Angstzustände führen dazu, dass sie kaum noch die Wohnung verlässt. Sie findet Orientierung und Halt in einer historischen Figur, die für die Geschichte der Ukraine eine große Rolle spielte: dem Volkshelden Wjatscheslaw Lypynskyj. Ihre Geburtstage liegen auf den Tag genau 100 Jahre auseinander. Lypynskyj setzte sich zeitlebens für die Unabhängigkeit der Ukraine ein. Nun sucht sie in dessen Vergangenheit nach Spuren, um besser mit ihrer eigenen Gegenwart zurechtzukommen. Kann das gelingen?

Mittwoch, 6.11.19, 20 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse

Foto © Michael Schwarz


Freund Wieland c Martin UK Lengemann

Wieland Freund liest „Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“ – ab 6 Jahren

Vor seinem Tod arbeitete Michael Ende an einem neuen Roman für Kinder, versehen mit dem Titel „Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“. Nur drei Kapitel wurden fertig. Jetzt, nach 25 Jahren und pünktlich zu Michael Endes 90. Geburtstag, hat Wieland Freund die Geschichte mit Witz und verschmitzter Logik vollendet, auf moderne Weise und dennoch ganz im Stile Michael Endes. Wieland Freund wurde 1969 geboren, gerade rechtzeitig, um als Zehnjähriger „Die unendliche Geschichte“ zu lesen. Er blieb Michael Ende treu: Wieland Freund schreibt Kinder- und Jugendliteratur, in der der Geist Phantásiens immer spürbar ist. Sein Jugendbuch „Krakonos“ wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

„Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe“ ist ein märchenhafter Abenteuerroman mit liebevoll ausgestalteten Figuren: Hastrubel Anaximander Chrysostomos, genannt Knirps, ist überzeugt, dass ein echter Raubritter in ihm steckt. Deshalb will er beim berüchtigten Rodrigo Raubein in die Lehre gehen! Sie treffen auf einen traurigen König, einen mächtigen Drachen, einen bösen Zauberer und die pfiffige Prinzessin Flip. Möge das Abenteuer beginnen!

Donnerstag, 7.11.19, 14.15 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt frei!

Kostenlose Einlasskarten ab 5. Oktober in der Stadtbibliothek erhältlich.

Foto © Martin U.K. Lengemann


Sasa Stanisic c Katja Smann

Saša Stanišić liest „Herkunft“

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sein Debütroman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Vor dem Fest“ gelang Stanišić erneut ein großer Wurf; der Roman war ein SPIEGEL-Bestseller und ist mit dem renommierten Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden. Aktuell ist sein neuer Roman für den Deutschen Buchpreis nominiert.

O-Ton Stanišić: „Dieses Buch ist ein Roman und doch keiner, eine Autobiografie und doch keine: Herkunft ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh. ‚Herkunft‘ ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. ‚Herkunft‘ ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist.“

Donnerstag, 7.11.19, 20 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse

Foto © Katja Sämann


Helge Timmerberg c Frank Zauritz

Helge Timmerberg liest „Das Mantra gegen die Angst“

Helge Timmerberg, 1952 in Dorfitter, Hessen, geboren, ist Journalist und Reiseschriftsteller. Er veröffentlicht in der Süddeutschen Zeitung, der ZEIT, Stern, Spiegel, Playboy u.a. und schrieb Bücher wie „Tiger fressen keine Yogis“, „Shiva-Moon“, „Der Jesus vom Sexshop“ und „African Queen“. Zuletzt erschienen der SPIEGEL-Bestseller „Die rote Olivetti“ und die Reisestories „Die Straßen der Lebenden“.

Fünfzehn Jahre ist es her, seit Helge Timmerberg im Annapurna-Massiv pilgerte. Damals vertraute ihm ein Yogi das Mantra gegen die Angst an. Ein Geschenk, das sich als überaus hilfreich erwies – gegen Helges Angst vor großen Hunden, vor Türstehern und vor Talkshow-Moderatoren. Jetzt ist Timmerberg zurück in Kathmandu und muss den Yogi Kashinath wiederfinden. Er braucht Antwort auf die Frage, wie geheim das Mantra eigentlich ist. Darf er darüber schreiben, es mit anderen teilen, oder verliert es dann seine Wirkung? Wird er Kashinath überhaupt noch einmal treffen? Die Suche nach dem Yogi mündet in ein ehrliches, pointenreiches Buch über Glückszustände, die Abwesenheit von Angst und das Versprechen absoluter Freiheit.

„Der unterhaltsamste und dabei weiseste deutsche Reiseschriftsteller“, Frankfurter Rundschau

Freitag, 8.11.19, 20 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse

Foto © Frank Zauritz


Kenah Cusanit c Peter Andreas Hassiepen

Kenah Cusanit liest „Babel“

Kenah Cusanit, geboren 1979, lebt in Berlin, schreibt genreübergreifend. Für ihre Essays und Gedichte wurde die Altorientalistin und Ethnologin bereits mehrfach ausgezeichnet. Ihr Debütroman „Babel“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2019 nominiert und erhielt den Uwe-Johnson-Förderpreis 2019.

1913, unweit von Bagdad. Der Archäologe Robert Koldewey leidet ohnehin schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg, nun quält ihn auch noch eine Blinddarmentzündung. Die Probleme sind menschlich, doch seine Aufgabe ist biblisch: die Ausgrabung Babylons. Zwischen Orient und Okzident bahnt sich gerade ein Umbruch an, der die Welt bis in unsere Gegenwart hinein erschüttern wird. Wie ein Getriebener dokumentiert Koldewey deshalb die mesopotamischen Schätze am Euphrat; Stein für Stein legt er die Wiege der Zivilisation frei – und das Fundament des Abendlandes. Kenah Cusanits erster Roman ist Abenteuer- und Zeitgeschichte zugleich – klangvoll, hinreißend, klug.

„Ein spektakuläres Debüt… Ein Buch turmhoch allem überlegen, was sonst in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur diesen Frühling erscheint“. (Denis Scheck, „Druckfrisch“ – ARD)

Samstag, 9.11.19, 20 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse

Foto © Peter-Andreas Hassiepen


Weigand Sabine c Gaby Gerster

Sabine Weigand liest „Die Englische Fürstin“

Sabine Weigand (geboren 1961) stammt aus Franken. Sie ist Historikerin, arbeitete als Ausstellungsplanerin für Museen und ist nun freie Autorin und Abgeordnete für die Grünen im bayerischen Landtag. Sabine Weigand fuhr nach Schlesien, um das Leben der Daisy von Pless für ihren Roman zu erkunden. Allen ihren insgesamt neun historischen Romanen liegen wahre Geschichten zugrunde, bei „Die Seelen im Feuer“ zum Beispiel die Hexenakten von Bamberg, bei „Die Manufaktur der Düfte“ die Aufzeichnungen einer Seifenfabrikantenfamilie in Deutschland.

Sie ist die schönste Debütantin Londons, ihre Heirat führt sie ins deutsche Kaiserreich. Doch in der kalten Pracht von Schloss Fürstenstein fühlt sich Daisy einsam und unsicher. Ständig eckt sie an, das steife Zeremoniell nimmt ihr den Atem. Daisy wagt es, Regeln über den Haufen zu werfen, bezaubert mit ihrem Charme den Hof und selbst den Kaiser. Gleichzeitig beginnt sie im Geheimen einen gefährlichen Kampf gegen das Elend der Armen, der Grubenarbeiter in Schlesien. Aber was ist mit ihrem eigenen Glück? Darf sie eine Liebe leben, die alles gefährdet, was sie erreicht hat?

Ihre Lektorin Cordelia Borchardt wird mit Sabine Weigand das Gespräch führen.

Sonntag, 10.11.19, 11 Uhr, Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium, Haydnstraße 1

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse

Foto © Gaby Gerster


Claudia Rossbacher c Sarah Koska

Kulinarische Kriminacht – Claudia Rossbacher liest „Steirerrausch“

Claudia Rossbacher, geboren in Wien, zog es nach ihrem Tourismusmanagementstudium in die Modemetropolen der Welt, wo sie als Model im Scheinwerferlicht stand. Danach war sie Texterin, später Kreativdirektorin in internationalen Werbeagenturen. Seit 2006 arbeitet sie als freie Schriftstellerin in Wien und in der Steiermark und schreibt vorwiegend Kriminalromane und Kurzkrimis. Mehrere Bände der höchst erfolgreichen Steirer-Krimireihe wurden bereits verfilmt und sorgten für Rekordquoten im Fernsehen.

In einer Herbstnacht werden die LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann in die Südsteiermark gerufen. Schon die Fahrt zum Tatort in Kitzeck im Sausal gerät für Sandra zur Nervenprobe. Aus dem Nichts taucht ein Mädchen mitten auf der Fahrbahn auf, das genauso plötzlich wieder im dichten Nebel verschwindet. Bergmann will merkwürdigerweise nichts davon gesehen haben. Nach und nach wird der Fall um den ermordeten Weinbauern immer unheimlicher, führt er die Ermittler doch in dunkle Zeiten zurück, als der „Spuk von Trebian“ begann ….

In den Erzählpausen verwöhnt der exzellente Schwabacher Küchenchef Dieter Trutschel mit einem Überraschungsmenü. Ein Abend zum Genießen!

Karten sind im Vorverkauf ab 05. Oktober im Gasthof „Goldener Stern“, Königsplatz 12, Telefon 09122/2335, erhältlich.

Sonntag, 10.11.19, 18 Uhr, Gasthof „Goldener Stern“, Königsplatz 12

Eintritt: 38,- € (inkl. Überraschungsmenü)

Foto © Sarah Koska


Eintrittspreise


€ 7,50 / 3,50 * VVK, € 8,50 / 4,50* Abendkasse

Kinder- und Familienlesungen: Eintritt frei

20 % Rabatt bei Vorlage der ZAC-Abo-Card (+ max. eine Begleitperson), nicht auf erm. Karten, nur im VVK

Fünfer-Ticket: 10 % Rabatt bei Kauf von 5 Karten verschiedener Autorinnen und Autoren (nur im VVK im Bürgerbüro, kein Umtausch möglich)

€ 10,50 / 7,50 VVK, € 12,50 / 8,50 Abendkasse (Tanja Kinkel)

€ 38,- (kulinarische Lesung)


*Ermäßigung für Jugendliche, Studierende, Inhaber*innen der Schwabach-Ehrenamtskarte und des Schwabach-Passes, Menschen mit Behinderung ab 50 %, bei Merkzeichen B Begleitperson frei gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises.

 

Veranstalter

Kulturamt Schwabach, Königsplatz 29a, 91126 Schwabach, Tel.: 09122 860-305
kulturamt@schwabach
In Kooperation mit der Stadtbibliothek, der Buchhandlung Kreutzer und Lesezeichen

 

Redaktion & Konzeption

Hanne Hofherr, LesArt-Projektleiterin

 

 


 

 

23. LesArt – Denis Scheck und Anne-Dore Krohn feiern Theodor Fontanes 200. Geburtstag

Die Literaturkritiker Anne-Dore Krohn und Denis Scheck feiern Fontane in einer mitreißenden literarischen Revue, zeigen ihn in seiner Komplexität und seinen Widersprüchen: den Barrikadenkämpfer von 1848 und Wendehals wenige Jahre später, den Journalisten und Balladendichter, den Militärschriftsteller und Wanderer durch die Mark Brandenburg. Vor allem aber zeigen sie den Schöpfer von Effi Briest und Dubslav von Stechlin, von Jenny Treibel und Schach von Wuthenow, von Figuren also, die unvergesslich sind.

Denis Scheck (*1964 in Stuttgart) studierte Zeitgeschichte und Literaturwissenschaft. 20 Jahre lang war er Literaturredakteur im Deutschlandfunk, heute arbeitet er als freier Kritiker und Moderator unter anderem in der Sendung „lesenswert“ im SWR. Seine ARD-Literatur-Sendung „Druckfrisch“, für die er den Deutschen Fernsehpreis erhielt, ist mittlerweile Kult!

Anne-Dore Krohn (*1977 in Berlin) arbeitet als Literaturredakteurin beim Kulturradio vom rbb. Sie hat Literaturwissenschaften studiert und zunächst als freie Autorin für verschiedene Medien gearbeitet, unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die ZEIT. Sie gehört zum Moderatorenteam des Erlanger Poetenfestes.

Sonntag, 3.11.19, 11 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Vormittagskasse  

 

Die LesArt 2019 findet vom 2. bis 10. November statt. Karten gibt es im Bürgerbüro im Rathaus, beim Schwabacher Tagblatt, auf reservix.de sowie an der Abendkasse.

Kartenvorverkauf ab 5.10.2019

23. LesArt – Vea Kaiser liest „Rückwärtswalzer“

Sie ist der aktuelle Literaturliebling aus Österreich: Vea Kaiser eroberte sich gleich mit ihrem Debüt „Blasmusikpop“ (2012) einen Platz auf den Bestsellerlisten. Damals war sie 23 Jahre jung. Ihr Zweitling „Makarionissi“ zog 2015 erfolgreich nach und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Die 1988 geborene Autorin lebt in Wien, wo sie Altgriechisch und Latein studierte. Sie ist Geschichtenerzählerin mit Leib und Seele, temperamentvoll, charmant und sprachlich sehr versiert.

Im März 2019 überzeugte sie bei „Gottschalk liest“, Denis Scheck pries ihr neues Buch in seiner Sendung „lesenswert“: „Rückwärtswalzer“ ist ihr dritter, von der Presse hoch gelobter Roman.

Hedi, Wetti und Mirl begeben sich auf eine skurrile Reise: gemeinsam mit ihrem arbeitslosen Schauspielerneffen bringen sie den tiefgefrorenen Leichnam von Onkel Willi im Fiat Panda von Wien nach Montenegro. Zugleich reisen die Leser*innen mit ihnen schrittweise in die Vergangenheit und erleben, wie die Protagonisten wurden, was sie sind. Es ist eine fließende Bewegung: ein Schritt vor Richtung Onkel Willis Heimat, zwei Schritte zurück Richtung Kindheitstrauma und erste Liebe, ein Schritt vor, zwei zurück – ein Rückwärtswalzer, voller Verve, Witz und Herzenswärme.

Sonntag, 3.11.19, 20 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse 

    

Die LesArt 2019 findet vom 2. bis 10. November statt. Karten gibt es im Bürgerbüro im Rathaus, beim Schwabacher Tagblatt, auf reservix.de sowie an der Abendkasse.

Kartenvorverkauf ab 5.10.2019

 

23. LesArt – Saša Stanišić liest „Herkunft“

Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sein Debütroman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Vor dem Fest“ gelang Stanišić erneut ein großer Wurf; der Roman war ein SPIEGEL-Bestseller und ist mit dem renommierten Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden. Aktuell ist sein neuer Roman für den Deutschen Buchpreis nominiert.

O-Ton Stanišić: „Dieses Buch ist ein Roman und doch keiner, eine Autobiografie und doch keine: Herkunft ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh. ‚Herkunft‘ ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. ‚Herkunft‘ ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist.“

Donnerstag, 7.11.19, 20 Uhr, Bürgerhaus, Saal, Königsplatz 33a

Eintritt: 7,50 / 3,50 € VVK, 8,50 / 4,50 € Abendkasse

 

Die LesArt 2019 findet vom 2. bis 10. November statt. Karten gibt es im Bürgerbüro im Rathaus, beim Schwabacher Tagblatt, auf reservix.de sowie an der Abendkasse.

Kartenvorverkauf ab 5.10.2019

 

HfM in concert: Romantik Plus

Zum dritten Mal gastiert das Sinfonieorchester der Hochschule für Musik Nürnberg unter der Leitung von Guido Johannes Rumstadt in Schwabach. Nach zwei beeindruckenden Konzerten in den Jahren 2017 und 2018, wagen sich die jungen Musikerinnen und Musiker im Herbst nun an das schwierige, aber äußerst hörenswerte Klavierkonzert in f-moll, op. 16, des in Schwabach geborenen Komponisten Adolph von Henselt. Weiterhin stehen die Brahms-Fantasie von Glanert und die 2. Sinfonie von Johannes Brahms auf dem Programm.

Programm

Johannes Brahms als zentrale Figur der romantischen Musik (kontrastiert von Wagner und Bruckner) steht auch im Mittelpunkt des Konzerts des Sinfonieorchesters der Hochschule für Musik Nürnberg in Schwabach. Zu hören ist seine berühmteste Sinfonie, die heitere Zweite.


Adolph von Henselts Klavierkonzert f-Moll op. 16, eine seiner anspruchvollsten Kompositionen, wurde von Clara Schumann 1845 noch vom Manuskript und unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy uraufgeführt und zählte bis Anfang des 20. Jahrhunderts zum Standartrepertoire von Pianisten. Henselts Einfluss insbesondere auf die russische Romantik kann nicht hoch genug bewertet werden.
Der Solist des Abends, der britische Klaviervirtuose Daniel Grimwood, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Henselts Werk einer breiteren Öffentlichkeit wieder erlebbar zu machen.


Dieses ganz spezielle Programm wird eröffnet mit der Brahms-Fantasie für großes Orchester von Detlev Glanert, dessen klangvolle Musik an der Nürnberger Hochschule schon öfter aufgeführt wurde, zuletzt beim großen Opernprojekt „Scherz, Satire“.

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23. LesArt – Denis Scheck und Anne-Dore Krohn feiern Theodor Fontanes 200. Geburtstag weiterlesen...

23. LesArt – Vea Kaiser liest „Rückwärtswalzer“ weiterlesen...

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Kontaktinfos

Adresse

Kulturamt Schwabach
Kulturhaus
Königsplatz 29 a
91126 Schwabach

kulturamt@schwabach.de
09122 860-305

Veranstaltungskalender

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