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Freitag, 27. Februar
Eine Asiatische Tigermücke liegt auf einer 1-Cent-Münze. Das Tier ist schwarz mit weißen Streifen und wirkt im Vergleich zur Münze sehr klein.
Die Asiatische Tigermücke ist nur wenige Millimeter groß – hier im Vergleich auf einer 1-Cent-Münze.

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) wurde im September 2025 erstmals in Schwabach nachgewiesen, im Stadtteil Forsthof. Deshalb ruft die Stadt gemeinsam mit dem auch für Schwabach zuständigen Gesundheitsamt am Landratsamt Roth die Bevölkerung auf, bei deren Eindämmung auch heuer mitzuwirken. „Mit einfachen Maßnahmen im Garten und auf Grundstücken können alle dazu beitragen“, sagt Stadtrechtsrat Knut Engelbrecht. „Das Monitoring der Tigermücken-Populationen werden wir nun im Frühjahr fortsetzen und die Schwabacher Bürgerschaft entsprechend informieren.“


Die Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und kann tropische Krankheiten wie das Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus übertragen. Das Risiko ist derzeit jedoch sehr gering: In Deutschland sind bislang keine durch Tigermücken übertragenen Infektionen bekannt geworden. Die Mücken selbst tragen die Viren nicht automatisch in sich, sondern müssen diese beim Stechen erkrankter Personen aufnehmen. Deshalb ist es bei der Rückkehr aus den entsprechenden Reisegebieten sinnvoll, den Mückenschutz (z.B. Sprays) auch in Deutschland noch etwa zwei Wochen aufrecht zu erhalten.


Die Ausbreitung der Tigermücke lässt sich durch wenige Maßnahmen gut eindämmen:
- Besonders künstliche Wasseransammlungen wie Gießkannen, Untersetzer von Blumentöpfen, Vogeltränken oder offene Regenrinnen sind Bruträume der Tigermücke. Deshalb sollten diese wöchentlich geleert und gereinigt werden.
- Unbenutzte Behältnisse wie Planschbecken, Reifen, Kinderspielzeug aus dem Freien entfernen oder umdrehen oder abdecken.
- Regentonnen mit einem feinmaschigen Netz oder einem Deckel verschließen.
- Bei wasserspeichernden Blumentöpfen und -kästen die Einfüllöffnung mit einem Schwamm o.ä. verschließen.
- Laub aus Regenrinnen und Gullys regelmäßig entfernen, damit diese nicht verstopfen.
- Öffnungen, die sich als Brutstätten eignen, verschließen. Das können etwa die Füße von Sonnenschirmen sein, hier eignet sich Klebeband. An Mauern, Zäunen oder Astlöchern kann man Sand verwenden.


Alle diese Maßnahmen sollte man regelmäßig wiederholen. Und Biodiversität im eigenen Gartenteich hilft auch, die Asiatische Tigermücke einzudämmen – also heimische Wasser- und Uferpflanzen setzen und keine Pflanzenschutzmittel einsetzen.

Bürgerinnen und Bürger, die auffällige Stechmücken entdecken, können diese Exemplare zusammen mit einem Einsendeformular an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit senden. Das Formular findet sich unter www.lgl.bayern.de/einsendeformular_muecken.
Merkmale der Tigermücke:
• kleiner als eine 1-Cent-Münze
• schwarz mit auffällig weißen Streifen
• weißer Längsstreifen auf dem Rücken
• sehr aktiv tagsüber
• bevorzugt Brutstätten in kleinen Wasseransammlungen
Wichtig ist, dass die Stechmücken möglichst im Ganzen versendet und nicht zerquetscht werden. Geeignetes Verpackungsmaterial sind zum Beispiel eine Streichholz- oder Tablettenschachtel, Bonbondosen oder Plastikröhrchen. Die Stechmücken sollten trocken gelagert und versendet, also nicht in Flüssigkeiten wie Alkohol eingelegt werden.
Bei Fragen oder Hinweisen auf Vorkommen können sich Bürgerinnen und Bürger an das Ordnungsamt wenden: E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. und Telefon 09122 860-392.

Urheber

Urheberinformationen:

Foto Tigermücke auf Cent-Münze: Arthur Jöst, KabS