Das Tiefbauamt stellt die Kläranlage auf zukunftssichere Beine.
Die Kläranlage der Stadt Schwabach reinigt jährlich rund vier Millionen Kubikmeter Abwasser aus Haushalten, Gewerbebetrieben und angeschlossenen Nachbargemeinden. Nach mehr als 30 Jahren Betrieb stehen nun schrittweise Erneuerungen und Modernisierungen an, um die Anlage auch zukünftig leistungsfähig und umweltgerecht betreiben zu können.
Am 01.01.2025 ist die novellierte EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) in Kraft getreten. Damit legt die Europäische Union nach über 30 Jahren erstmals neue Anforderungen für kommunale Abwasserbehandlungsanlagen fest. Bis zum 31.07.2027 ist die KARL in nationales Recht umzusetzen.
In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg hat das Tiefbauamt mit dem Ausbaukonzept 2045 eine langfristige Strategie entwickelt, um anstehende Sanierungsmaßnahmen auf die zukünftigen Anforderungen an Gewässer- und Umweltschutz ausrichten zu können und die technische Infrastruktur der Kläranlage nachhaltig weiterzuentwickeln.
Geplant sind unter anderem die Erneuerung der mechanischen Reinigungsstufe, die Modernisierung der Schlammbehandlung sowie der Neubau zentraler Betriebsgebäude. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz vorgesehen, etwa durch eine neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, Photovoltaik und Wärmespeicher. Perspektivisch wird auch eine vierte Reinigungsstufe zur Reduzierung von Spurenstoffen im Ablauf berücksichtigt.
In der Sitzung vom 27. Februar 2026 wurde das Ausbaukonzept 2045 einstimmig vom Stadtrat beschlossen. Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen ist in mehreren Bauabschnitten bis zum Jahr 2045 vorgesehen. Durch diese langfristige Planung stellt die Stadt Schwabach sicher, dass die Abwasserbehandlung auch künftig zuverlässig, wirtschaftlich und nachhaltig erfolgt. Gleichzeitig wird ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Gewässer sowie zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen geleistet.
Das geschätzte Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 33,6 Mio. € (aktuelles Preisniveau) berücksichtigt jedoch noch nicht die Errichtung einer vierten Reinigungsstufe im vierten Bauabschnitt (2040-2045). Hintergrund sind sowohl die zu erwartenden Weiterentwicklungen der Verfahrenstechnik als auch derzeit noch bestehende Unsicherheiten hinsichtlich einer möglichen Kostenbeteiligung der Hersteller.
"Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Stabilität der Abwassergebühren" betont Stephan Beron, Leiter des Tiefbauamts. So wurden bereits bei der Gebührenkalkulation für den aktuellen Betrachtungszeitraum Aufwendungen für Sanierungen und Investitionen berücksichtigt.
Sollten wir Ihr Interesse an der Abwasserreinigung in Schwabach geweckt haben:
Gern zeigen wir Ihnen wo und wie das Schwabacher Abwasser gereinigt wird, bevor es zurück in den Wasserkreislauf gelangt. Hierzu bieten wir regelmäßig und für alle Altersklassen Führungen über die Kläranlage an. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
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