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Donnerstag, 19. März
Blätter der Zitterpappel
Blätter der Zitterpappel

Die Stadt Schwabach setzt ihre langjährige Tradition fort: Seit 1998 wird jedes Jahr im Frühjahr der „Baum des Jahres“ gepflanzt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Zitterpappel (Populus tremula). Gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Reiß, Stadtkämmerin Stefanie Rother sowie Mitgliedern des Stadtrats wurde der Baum im Waldgebiet Brünst gepflanzt. Eingeladen zur Pflanzung hatte Andreas Barthel vom Landschaftspflegeverband Schwabach und unterstützt wurde die Aktion von den Stadtwerken Schwabach. Vor Ort begleitete Christian Wild von den Stadtdiensten die Umsetzung.

Stadtförster Thomas Knotz nutzte die Gelegenheit, um die besondere Bedeutung der Zitterpappel hervorzuheben: „Sie bietet über 60 Schmetterlingsarten sowie zahlreichen Vogelarten einen Lebensraum und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt.“

Warum die Zitterpappel?
Die Zitterpappel wurde vom Kuratorium „Baum des Jahres“ gewählt, weil sie als besonders anpassungsfähige und widerstandsfähige Baumart gilt. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel kommt ihr eine wichtige Rolle zu: Sie wächst schnell, kommt mit unterschiedlichen Standortbedingungen zurecht und trägt zur Stabilisierung von Waldbeständen bei. Als sogenannte Pionierbaumart besiedelt sie auch gestörte Flächen und unterstützt so die natürliche Waldentwicklung. Ihren Namen verdankt die Zitterpappel ihren charakteristischen Blättern: Diese sind fein gezähnt und bewegen sich schon bei leichtem Wind, wodurch das typische „Zittern“ entsteht.

Der Pflanzort befindet sich im Waldgebiet Brünst in der Nähe des Wanderparkplatzes am Leitelshofer Weg (Anfahrt über die Regelsbacher Straße und den Leitelshofer Weg, Wanderparkplatz an der Hochspannungsleitung, von dort etwa 400 Meter entlang der Leitungstrasse in nördlicher Richtung). Mit der Pflanzung setzt die Stadt Schwabach ein weiteres Zeichen für Naturschutz, Klimaanpassung und Umweltbildung.

 

Noch mehr Wissenswertes über die Zitterpappel (Quelle: Dr. Silvius Wodarz-Stiftung)
Mit einer Höhe von 15 bis 25 Metern – in Ausnahmefällen sogar bis 35 Meter – ist die Zitterpappel ein mittelgroßer, rasch wachsender Baum. Ihre lockere, rundliche Krone und der schlanke Stamm verleihen ihr eine elegante Erscheinung. Junge Bäume tragen eine glatte, graugrüne Rinde, die im Alter dunkler wird und längsrissig aufbricht. Besonders charakteristisch sind ihre rundlichen bis herzförmigen Blätter mit seitlich abgeflachtem Stiel: Sie reagieren selbst auf die kleinste Brise und beginnen zu „zittern“. Im Frühjahr, noch vor dem Blattaustrieb, erscheinen die Blüten – männliche purpurfarbene und weibliche grünliche Kätzchen. Aus ihnen entwickeln sich kleine Kapselfrüchte, deren watteartige Samen der Wind weit verbreitet.

Zum Thema

Links:

www.baum-des-jahres.de

 

Urheber

Urheberinformationen:

Foto: H.-R. Müller