Eine Buchvorstellung mit Prof. Dr. Olga Litzenberger
Das Bürgermeister- und Presseamt lädt am Donnerstag, den 12. Februar gemeinsam mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland zum Kulturabend ins Schwabacher Bürgerhaus ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten aus erster Hand spannende Einblicke in die aktuelle Forschungsarbeit von Prof. Dr. Olga Litzenberger und Dr. Sergey Terekhin. Ihr Buch mit dem Titel „Kultur und Identität: Wolgadeutsche Siedlungen in Argentinien“ ist im August 2025 im BKDR Verlag erschienen.
Als Experten für die Geschichte und Kultur der Wolgadeutschen erfuhren die beiden Wissenschaftler, dass viele wolgadeutsche Familien im 19. Jahrhundert nach Argentinien ausgewandert sind. Um herauszufinden, wie deren Nachkommen heute leben, besuchten Litzenberger und Terekhin in den Jahren 2023 und 2025 Dörfer und Städte in den Provinzen Entre Ríos, Buenos Aires und La Pampa, darunter auch die drei wolgadeutschen Gemeinden der Schwabacher Partnerstadt Coronel Suárez. In ihrem Vortrag zeigt Olga Litzenberger auf, wie die Nachkommen der Wolgadeutschen bis heute diese Umgebung auf typisch deutsche Weise prägen: die Straßen, Schulen und Kirchen – alles Bauwerke, die in alter Tradition ihrer wolgadeutschen Vorfahren errichtet wurden. Sie bewahren und pflegen ihr kulturelles Erbe.
Umrahmt wird der Kulturabend mit bekannten Musikstücken wolgadeutscher Komponisten, die von der Schwabacher Adolph von Henselt-Musikschule und der städtischen Musikschule in Coronel Suárez aufgeführt werden. Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr). Der Eintritt ist kostenlos.
Über die Autorin
Historikerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin, ehemalige Hochschuldozentin. Olga Litzenberger, wurde in der Stadt Saratow (Russland) in einer deutschen Familie geboren. Sie studierte Geschichte an der Staatlichen Universität Saratow, Jura an der Wolga-Akademie für öffentliche Verwaltung sowie Philosophie an der Universität Köln. Sie promovierte mit einer Arbeit zum Thema „Die Evangelisch-Lutherische Kirche und die Sowjetmacht“ und habilitierte zum Thema „Die Römisch-Katholische und Evangelisch-Lutherische Kirche in Russland: eine vergleichende Analyse der Wechselbeziehungen zu Staat und Gesellschaft“ (18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts)“. Olga Litzenberger arbeitete mehrere Jahre als Hochschuldozentin, Professorin und Prorektorin in Saratow. Im Jahr 2017 siedelte sie nach Deutschland über. Seit 2019 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Nürnberg angestellt. Mehr Informationen finden Sie unter www.bkdr.de.
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